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Berechnungen sagen höhere Strompreise voraus

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Steigende Ökostromumlage - Berechnungen sagen höhere Strompreise voraus

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Im kommenden Jahr könnten Verbraucher und Wirtschaft mehr für Strom bezahlen müssen als bislang. Die Gründe liegen in der Corona-Krise und der Ökostromunlage.

Eine Windkraftanlage hinter Photovoltaik-Panelen.
Wegen der steigenden Ökostromumlage könnte auh der Strompreis deutlich anziehen.
Quelle: Roland Weihrauch/dpa

Den Verbrauchern in Deutschland droht im kommenden Jahr ein kräftiger Anstieg ihrer Stromkosten. Der bundesweite Durchschnittspreis für eine Kilowattstunde könnte um sieben Prozent auf 32,2 Cent hochschnellen, wenn der erwartete Anstieg der Ökostromumlage nicht verhindert wird, hat das Vergleichsportal Verivox errechnet. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden müsse in diesem Fall mit Mehrkosten von 88 Euro rechnen.

Auch weniger Verbrauch macht den Strom teurer

Nach einer Prognose der Denkfabrik Agora Energiewende könnte die Umlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien 2021 vor allem wegen des deutlich gesunkenen Strompreises an der Börse und des Einbruchs der Stromnachfrage durch die Corona-Krise von jetzt 6,8 Cent je Kilowattstunde auf ein Rekordhoch von etwa 8,6 Cent steigen.

Auch der Energieversorger Eon und die IG Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) rechnen mit einem ähnlichen Anstieg, wenn nicht gegengesteuert werde.

Vor 20 Jahren trat das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ in Kraft, das einen Solarboom in Deutschland auslöste. Hat das EEG der Solarbranche letztendlich aber doch geschadet?

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Funktionäre fordern Entlastungen für die Wirtschaft

"Wenn die Strompreise weiter ansteigen, könnte das eine schwere Bremse beim Weg aus der Krise sein", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands BDI, Holger Lösch, der Deutschen Presse-Agentur. Die Hauptgeschäftsführerin des Energieverbandes BDEW, Kerstin Andreae, sagte der dpa, es sei höchste Zeit zu handeln, um einen drastischen Anstieg der Strompreise zu vermeiden.

Entlastungen bei den Strompreisen könnten auch Teil eines milliardenschweren Konjunkturpakets sein, über das die Spitzen der schwarz-roten Koalition nach Pfingsten entscheiden wollen. Die Bundesregierung plant bisher im Zuge ihres Klimaschutzprogramms, die EEG-Umlage von 2021 an schrittweise um rund 1,5 Cent pro Kilowattstunde zu senken - im Gegenzug zu Belastungen beim Tanken und Heizen.

Zum erstem Mal ist mehr Strom aus erneuerbaren Energien gespeist worden, so das Statistische Bundesamt: 51,2 Prozent der eingespeisten Strommenge bestünde aus Ökostrom.

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Ausgleich für Ökostrom kostet derzeit erheblich mehr Geld

Mit den Einnahmen aus der Umlage wird die Differenz zwischen dem an der Strom-Börse ermittelten Strompreis und den garantierten Zahlungen an die Ökostromproduzenten ausgeglichen. Wegen der deutlich gesunkenen Börsenpreise ist diese Lücke zuletzt erheblich größer geworden.

Das EEG-Konto, auf das die Zahlungen der Stromkunden und die Einnahmen aus dem Verkauf des Ökostroms an der Börse fließen, hat sich deutlich geleert. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion, der das Konto zusammen mit den drei anderen Netzbetreibern verwaltet, musste sich deshalb einen Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro sichern, um die Zahlungen leisten zu können.

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