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Vermögen - Was Anleger von Superreichen lernen können

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Viele bewundern sie, manche hassen sie: Jeff Bezos von Amazon, Tim Cook von Apple oder Mark Zuckerberg von Facebook. Und sie alle wurden während der Pandemie noch reicher.

Archiv: Luxusyachten im Hafen von St. Tropez am 01.09.2018
Was Anleger von den Superreichen lernen können
Quelle: Imago

Während die tagtäglichen Meldungen über Kurzarbeit und Stellenabbau kaum abreißen, gibt es auch eine ganz andere Wahrheit. Gerade so als sei nichts passiert wird das ungeschriebene Gesetz bestätigt, welches besagt, dass die Reichen immer reicher werden. Auch während und trotz der Corona-Pandemie.

Alte Regel ungebrochen: Reich wird noch reicher 

Beleg dafür: eine neue Studie der Schweizer Großbank UBS und der Beratungsfirma PWC. Ende Juli hatten die Ultrareichen dieser Welt so viel Geld angesammelt wie nie zuvor. Die unvorstellbare Summe von 10,2 Billionen Dollar. Die Ungleichheit wächst also unaufhaltsam weiter.

Aber dies ist natürlich nur die eine Seite der Medaille und wenn man den Blick etwas weitet, könnte man gerade als Anleger etwas von den Milliardären dieser Welt lernen. Die Reichen wurden vor allem noch reicher, weil sie während der Pandemie an den Börsen dieser Welt die richtige Anlagestrategie hatten. Maximilian Kunkel, von der UBS Deutschland, nennt vor allem zwei Dinge, die die Superreichen seit Krisenbeginn richtig gemacht hätten:

Die Milliardäre hatten weiterhin die Disziplin, stetig Aktien zu kaufen und legten den Fokus auf Innovation.
Maximilian Kunkel, UBS

Dabei blendeten sie die negative Nachrichtenlage aus und kauften weiter. Ganz emotionslos und so wie es im Prinzip jeder Fondssparplan vorsieht. Auch dann als die Kurse scheinbar ins Bodenlose zu fallen schienen setzten sie auf Aktien, an die sie selbst glaubten. Vor allem auf sogenannte "innovationsgetriebene" Unternehmen aus dem Technologie- und Gesundheitsbereich.

Unterschiede im Club der Superreichen

Gerade hier zeigt sich, dass es auch im Club der Superreichen diejenigen gibt, die in der Champions-League spielen. Heißt: Auch unter den Milliardären sind einige reicher geworden als andere. Nämlich diejenigen, die von der Studie als "Innovatoren und Disruptoren" bezeichnet werden. Diese haben ihr Vermögen deutlich mehr steigern können als die Superreichen, die eher traditionell unterwegs waren.

Ablesbar übrigens an der US-Technologiebörse Nasdaq. Dort schnellten die Aktienkurse von Netflix, Amazon, Facebook oder Tesla, nach kurzem Einknicken zu Beginn der Krise, in schwindelerregende Höhen. Chef-Anlagestratege Kunkel dazu: "Wenn eine Firma keine Innovation voranbringt und digital unter Druck steht, ist sie kein Investment. Deshalb setzten die wirklichen Gewinner auf Unternehmen, die unsere Arbeits- und Lebenswelt nachhaltig verändern und eine digitale Strahlkraft haben".

Reiches Land, Vermögen ungerecht verteilt

Man muss die Superreichen nicht mögen, aber in einem Land in dem nur 13 Prozent aller Haushalte direkt oder indirekt Aktien besitzen und in einer Zeit negativer Zinsen kann ein Blick auf deren Anlagestrategie durchaus lohnend sein.

Wir leben in einem reichen Land. Aber das Vermögen ist ungleich verteilt, das Gefühl von Ungerechtigkeit verbreitet. Wer profitiert vom Wohlstand? Wie wirkt sich Corona darauf aus? Darum geht der Vermögenscheck (Video):

Vergrößert Corona die Kluft zwischen Arm und Reich?

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