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Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn

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Tarife im öffentlichen Dienst - Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn

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Die Corona-Krise setzt die Staatskasse unter Druck. Gleichzeitg fordern Gewerkschaften mehr Geld für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Verhandlungen können schwierig werden.

Mitarbeiter der Feuerwehr und des Gesundheitsamtes, die Schutzanzüge und Mundschutz tragen, führen in Münster am 20.05.2020 Coronatests durch.
Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Gesundheitsamts in Münster: Beschäftigte im öffentlichen Dienst wollen mehr Lohn - auch wegen der Belastung in der Corona-Krise
Quelle: dpa

Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen. Kleine Einkommen sollen um mindestens 150 Euro steigen, sagte Verdi-Chef Frank Wernecke am Dienstag in Berlin.

Schwierige Gespäche erwartet

Bereits eine Woche vor dem Start der Tarifverhandlungen zeichnen sich schwierige Gespräche ab. Die kommunalen Arbeitgeber hatten bereits im Vorfeld darauf gepocht, keinerlei Verteilungsspielraum zu haben. Die Kommunen sehen sich auch infolge der Corona-Pandemie in diesem Jahr besonders stark unter Druck.

Der Verhandlungsführer, der Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD), hatte gesagt, eigentlich müsste es Einschnitte geben.

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Werneke: Aufwertung für Gesundheitswesen und Pflege

Über die Belastung der Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Pflege soll in einer eigenen Runde verhandelt werden. "Die Corona-Pandemie zeigt: Der öffentliche Dienst und seine Beschäftigten halten das Land zusammen", sagte Verdi-Chef Frank Werneke. Das müsse sich im Tarifergebnis widerspiegeln.

Klatschen allein hilft niemandem - schon gar nicht den Beschäftigten und der Konjunktur.
Verdi-Chef Frank Werneke

"Wir haben einen robusten Binnenmarkt und die Chance auf dauerhafte wirtschaftliche Erholung", erklärte Werneke weiter. In den vergangenen Jahren hatte es hohe Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst gegeben. Anfang 2019 hatten die Gewerkschaften für die Beschäftigten der Bundesländer acht Prozent mehr Geld ausgehandelt - allerdings in drei Stufen und gestreckt über drei Jahre.

Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb wollen, dass das Ergebnis der 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten auch auf die mehr als 200.000 Beamten übertragen wird. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaften zwölf Monate betragen.

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