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Baustelle in Grünheide - Tesla muss Rodung von Wald wieder stoppen

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Erst erlaubt, dann einkassiert: Die Abholzung auf der Tesla-Baustelle in Grünheide ist nun doch vorläufig gestoppt. Der Streit zwischen Behörden und Naturschützern geht weiter.

Tesla-Baustelle bei Grünheide
Per Gerichtsbeschluss ist die Rodung auf der Tesla-Baustelle vorläufig gestoppt.
Quelle: Reuters

Der US-Elektroautobauer Tesla darf auf seiner Baustelle in Grünheide bei Berlin vorerst doch nicht weiter Wald abholzen: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) verhängte am Donnerstag einen vorläufigen Rodungsstopp.

Zuvor gerichtliche Erlaubnis zur Abholzung

Die Umweltverbände NABU und Grüne Liga hatten zuvor Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Oder) eingelegt, das die Abholzung erlaubt hatte. Bis über die Beschwerde entschieden sei, gelte die Zwischenanordnung, die eine Rodung untersage, sagte eine Gerichtssprecherin.

Nachdem das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) einen Eilantrag der Umweltverbände Nabu und Grüne Liga für einen vorläufigen Rodungs-Stopp abgelehnt hatte, zogen die Naturschützer vor das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) und reichten eine Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts ein.

Rodung von knapp 83 Hektar Wald für Tesla-Fabrik

Tesla will das Werk in Grünheide bei Berlin ab Sommer nächsten Jahres in Betrieb nehmen. Zunächst sollen rund 500.000 Elektroautos von den Bändern rollen. Bisher baut das Unternehmen über einzelne vorläufige Zulassungen, weil die komplette umweltrechtliche Genehmigung des Landes Brandenburg noch aussteht. Naturschützer und Anwohner befürchten negative Folgen für die Umwelt.

Die Verbände wenden sich gegen die vorzeitige Zulassung der Rodung von knapp 83 Hektar Wald auf dem Gelände, auf dem die Tesla-Fabrik entsteht. Ihnen geht es vor allem um den Artenschutz. Sie bezweifeln, dass die Tiere von der Waldfläche wie vorgesehen umgesiedelt wurden.

Bei ihrem Eilantrag hatten sie vor allem damit argumentiert, dass es Verstöße gegen ein Zugriffsverbot im Artenschutzrecht für die streng geschützten Zauneidechsen und Schlingnattern gab.

Vom Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hatte es zur Begründung für die Entscheidung geheißen, die Genehmigung des vorzeitigen Beginns der Baumfällarbeiten sei rechtmäßig. Außerdem sei die Abwägung der Belange des Naturschutzrechts durch das Landesamt für Umwelt nicht zu beanstanden. Am Dienstag hatte das Verwaltungsgericht zunächst die vorläufige Genehmigung für die Rodung im Eilverfahren gestoppt.

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