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Milliardenverluste wegen Corona - Reisebranche warnt vor Kollaps

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Reisebeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie führen zu finanziellen Verlusten. Die Branche warnt vor möglicher Massenarbeitslosigkeit in der Tourismuswirtschaft.

Leere Strandkörbe an der niedersächsischen Küste. Reisebeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie führen zu Milliardenverlusten in der deutschen Reisebranche.
Leere Strände, leere Kassen: Reisebeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie führen zu Milliardenverlusten in der deutschen Reisebranche.
Quelle: dpa

Die deutsche Reisewirtschaft könnte aufgrund der Corona-Krise vor dem Zusammenbruch stehen, warnt Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW). Zwar sei es für konkrete Zahlen noch zu früh, so Frenzel in einem Interview mit der "Welt am Sonntag", doch eine Umfrage des Verbandes zeige trübe Aussichten.

Wir dürfen den drohenden Kollaps der Branche nicht hinnehmen.
Michael Frenzel, Deutsche Tourismuswirtschaft

"Wir haben Umfragen unter den knapp 11.000 Reisebüros und rund 2.300 Veranstaltern gemacht. Danach sehen sich zwei Drittel der Unternehmen kurz- bis mittelfristig von Insolvenz bedroht," sagte Frenzel. Es drohen Verluste von mehreren Milliarden durch Umsatzeinbrüche und Rückerstattungsansprüche von Kunden.

Sehen Sie hier einen Beitrag über den Tourismus in Bayern nach den Lockerungen:

Ab dem 30. Mai dürfen in Bayern Hotels wieder öffnen und Touristen aufnehmen. Doch auch im Urlaub in den Bergen oder auf Ausflugsschiffen müssen Abstands- und Hygieneregeln weiter eingehalten werden. Für den bayerischen Tourismus eine Herausforderung.

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Tourismus steht für vier Prozent der Wirtschaftsleistung

Die deutsche Tourismusindustrie sei für drei Millionen Arbeitsplätze und vier Prozent der Wirtschaftsleistung verantwortlich und stehe damit auf Augenhöhe mit der Autoindustrie und dem Maschinenbau, so Frenzel.

Nach Schätzung des BTW sind in der Gesamtbranche inklusive des Gastgewerbes bis zu einer Million Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht, rund 70 Prozent erhalten laut Frenzel jetzt schon Kurzarbeitergeld.

Als Bundesland mit den bisher wenigsten Infizierten plant Mecklenburg-Vorpommern Lockerungen für den Tourismus. Hotels und Restaurants sollen bald wieder öffnen dürfen.

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Manuela Schwesig: 1.000 Euro für Mitarbeiter im Tourismus

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" zusätzlich einen Zuschuss von 1.000 Euro pro Mitarbeiter in der Tourismusbranche gefordert. Die Branche habe noch lange mit Einschränkungen zu rechnen, so Schwesig.

Wir brauchen dringend ein Konjunkturprogramm für die Tourismusbranche.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

TUI-Chef Friedrich Joussen hingegen will so bald wie möglich wieder Urlaubsreisen in den Mittelmeerraum anbieten. "An erster Stelle steht Mallorca", sagte Joussen der "Bild am Sonntag". "Ähnlich gut sind Griechenland, Zypern, Kroatien und Bulgarien auf den Sommertourismus vorbereitet. Und natürlich Österreich und Dänemark."

Aufgrund der Corona-Krise bleiben derzeit Hotels und Restaurants geschlossen. Wegen der fehlenden Einnahmen will Scholz der Branche Finanzhilfen zusichern. Schleswig-Holstein, Deutschland, 06.07.2018.

Lockerung der Corona-Maßnahmen - Urlaub möglich - aber nicht im Ausland 

Restaurants und Hotels in Mecklenburg-Vorpommern öffnen demnächst, Ostsee-Urlaub ist bald möglich. Unterdessen verlängert Innenminister Seehofer Grenzkontrollen bis Mitte Mai.

Buchungsplus für 2021 bereits absehbar

Joussen sprach sich gegen die generelle und weltweite Reisewarnung bis zum 14. Juni aus. Man solle vielmehr für jedes Land oder jede Region eine individuelle Bewertung vornehmen. Mit Genehmigung der Behörden und entsprechenden Kontrollen sei die Wiederaufnahme von Kreuzfahrtreisen schon ab Juli möglich, so der TUI-Chef. Für 2021 sieht Joussen bereits ein Buchungsplus.

Die Deutschen sind und bleiben Reiseweltmeister.
TUI-Chef Friedrich Joussen

Der Fraktionschef der Christdemokraten im Europaparlament (EVP), Manfred Weber, lehnte bilaterale Reiseabkommen innerhalb Europas gegenüber der "Bild am Sonntag" jedoch ab. Es dürfe keine Europäer zweiter Klasse geben. Weber plädierte zusätzlich für eine Schließung der EU-Außengrenzen, bis ein Impfstoff gefunden sei.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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