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Trump billigt Tiktok-Deal: "Ganz neue Firma"

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Download-Sperre aufgeschoben - Trump billigt Tiktok-Deal: "Ganz neue Firma"

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Im Streit um Tiktok zeichnet sich eine Einigung ab. US-Präsident Trump billigte die mögliche Übernahme des US-Geschäfts der Video-App durch die US-Unternehmen Oracle und Walmart.

Wegen Spionage-Vorwürfen sollte Tiktok vom US-Markt verschwinden. Trump hat einem möglichen Verkauf an US-Firmen zugestimmt. Die geplante Download-Sperre wurde aufgeschoben.

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Die Zukunft der chinesischen Video-App Tiktok in den USA scheint gesichert. US-Präsident Donald Trump hat einem Deal zwischen dem chinesischen Eigentümer Bytedance und den US-Unternehmen Oracle und Walmart zugestimmt.

Das weltweite Geschäft von Tiktok komme in eine neue Firma mit Sitz in den USA, "wahrscheinlich in Texas", sagte Trump in der Nacht zum Sonntag. "Ich habe dem Deal meinen Segen gegeben. Wenn sie es schaffen, ist das großartig, wenn nicht, ist das auch okay." China hat sich bisher noch nicht zu dem Deal geäußert.

Handelsministerium verlängert Frist

Um den chinesischen Onlinedienst gibt es seit längerem einen politischen Streit. Die US-Regierung hatte angekündigt, Downloads der App über die Marktplätze von Google und Apple ab diesen Sonntag zu sperren.

Diese Frist wurde nun bis zum 27. September verlängert. Die Entscheidung sei "angesichts der jüngsten positiven Entwicklungen" gefallen, so das US-Handelsministerium. Kurz zuvor hatte Tiktok bestätigt, dass es einen Deal mit Oracle und Walmart anstrebe.

Trump sieht Tiktok als Gefahr für die "nationale Sicherheit"

Trump hatte Tiktok als Sicherheitsrisiko bezeichnet. Aus seiner Sicht hätten chinesische Behörden über die App an Daten von Amerikanern kommen können. Mit dieser Begründung legte er mit zwei Anordnungen die Basis für das Aus der App in den USA. Tiktok und Bytedance entgegneten vergeblich, dass Daten von US-Nutzern in den USA gespeichert würden und nicht nach China gingen.

TikTok gilt als die am schnellsten wachsende Social-Media-App. Doch es gibt massive Datenschutzbedenken. US-Präsident Trump möchte die App verbieten – auch um Chinas Einfluss einzudämmen.

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Nach dem nun abgenickten Deal soll der Software-Konzern Oracle alle Daten von US-Nutzern verarbeiten und sich um die dazugehörigen technischen Systeme kümmern. In den USA würden 25.000 Jobs entstehen, kündigten Trump und Tiktok an.

Trump: Firma "wird mit China nichts zu tun haben"

Eine zentrale Forderung Trumps war auch, dass US-Investoren eine Mehrheit an Tiktok halten. Dazu wurde bisher nur offiziell bekannt, dass Oracle vor einem Börsengang von Tiktok Global einen Anteil von 12,5 Prozent an der Firma übernehmen soll und der Supermarkt-Riese Walmart 7,5 Prozent halten werde.

Zugleich berichtete das "Wall Street Journal", dass Bytedance die restlichen 80 Prozent von Tiktok Global behalten werde. Aber: Da US-Investoren wie die Start-up-Finanzierer Sequoia und General Atlantic wiederum rund 40 Prozent an Bytedance hielten, könne man von einer US-Mehrheit bei Tiktok sprechen, hieß es. Trump hatte zuvor verkündet: "Es wird eine ganz neue Firma sein. Sie wird nichts mit China zu tun haben."

Das neue Konstrukt könnte den Vorteil haben, dass für den Deal keine Zustimmung der chinesischen Regierung notwendig wäre. Die Führung in Peking hatte zuvor einen direkten Verkauf des US-Geschäfts von Tiktok an den Software-Konzern Microsoft torpediert. Sie führte eine neue Regel ein, nach der Software-Algorithmen nur mit Erlaubnis der Behörden ins Ausland verkauft werden dürfen.

Peking hatte mit Gegenmaßnahmen gedroht

Peking hatte das Vorgehen der US-Regierung gegen Tiktok am Freitag als "Schikane" und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Am Samstag setzte die chinesische Regierung einen Mechanismus für Strafmaßnahmen gegen ausländische Unternehmen in Kraft, sollten diese die "nationale Sicherheit" der Volksrepublik bedrohen.

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