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Wegen Coronavirus-Krise - Tui stellt Großteil des Betriebs ein

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Die Coronavirus-Krise trifft die Touristikbranche: Jetzt stellt Tui den Großteil des Betriebs ein. Was bedeutet das für die Kunden?

Ein Flugzeug des Reiseunternehmers Tui startet vom Flughafen in Palma de Mallorca.
Ein Flugzeug des Reiseunternehmers Tui startet vom Flughafen in Palma de Mallorca.
Quelle: reuters

Deutschlands größter Touristikkonzern ergreift infolge der Coronavirus-Krise drastische Schritte und unterbricht die Mehrheit seines Reisegeschäfts. Man habe beschlossen, "den größten Teil aller Reiseaktivitäten, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf weiteres auszusetzen", teilte das Unternehmen mit. So wolle Tui "einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen der Regierungen leisten", die Folgen der Verbreitung des Coronavirus abzuschwächen.

Sehen Sie in diesem Beitrag, von welchen staatlichen Instrumenten Betriebe sich Abhilfe versprechen:

Vorstandschef Fritz Joussen hatte in der vergangenen Woche bereits Prüfungen angekündigt, wo angesichts schwacher Nachfrage Kapazitäten heruntergefahren werden müssen und gespart werden könne. Der Konzern hatte auch ein Schiff aus Asien zurückgeholt und mehrere Kreuzfahrtreisen abgesagt. Zudem laufen bei Tui Deutschland Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat zur Einführung von Kurzarbeit.

Unklar ist, was die Aussetzung für die Kunden bedeutet

"In dem sich gegenwärtig schnell verändernden Umfeld bleiben die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gäste und Mitarbeiter auf der ganzen Welt von höchster Wichtigkeit", begründete Tui die drastischen Schritte. Man habe dies entsprechend den Vorgaben verschiedener Regierungen entschieden. Zuvor hatte der Konzern schon das Reiseprogramm nach Spanien bis zum 27. März abgesagt. Was die Aussetzung großer Betriebsteile nun konkret für die Kunden bedeutet, war zunächst nicht bekannt.

Sehen Sie in diesem Beitrag die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Wirtschaft:

Der Dax rauscht nach unten, in vielen Branchen droht Kurzarbeit. Große Messen werden reihenweise abgesagt, vor allem kleine und mittlere Unternehmen verlieren dadurch etliche Aufträge. Und auch das Tourismusgeschäft gerät ins Stocken.

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Zum Kreuzfahrtgeschäft hatte Tui Cruises zunächst erklärt, es sei keine Option, dieses komplett anzuhalten. Die Kosten für einige abgesagte Reisen würden Kunden automatisch erstattet. Wo es nötig und möglich sei, würden die Routen mit anderen Häfen angepasst. Zuvor hatte die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises alle Fahrten wegen der Coronavirus-Ausbreitung bis Anfang April eingestellt.

Tui will jetzt Staatshilfe beantragen

Der Konzern will nun Staatsgarantien zur Unterstützung beantragen, bis die normalen Abläufe wieder aufgenommen werden können. Die derzeit verfügbare Liquidität gab Tui mit rund 1,4 Milliarden Euro an. Wegen der erwarteten finanziellen Belastungen traut sich das Unternehmen jedoch eine Prognose der weiteren Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr nicht mehr zu, der Ausblick von Mitte Februar wurde zurückgezogen.

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