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Sanktionen treffen Märkte schwer : Was der Ukraine-Krieg für Sparer bedeutet

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Der Angriff Russlands auf die Ukraine setzt die Aktienmärkte unter Druck. Die Preise für Rohstoffe steigen. Verbraucher und Anleger müssen sich auf turbulente Zeiten einstellen.

Berlin: Eine Frau holt eine 5-Euro-Banknote aus ihrem Portemonnaie. Archivbild
Nach dem russischen Militärangriff auf die Ukraine könnten auch die Energie- und Karftstoffpreise weiter steigen.
Quelle: dpa

Die USA und die EU haben nach Russlands Angriff auf die Ukraine umfangreiche Strafmaßnahmen auf den Weg gebracht. Washington will große russische Banken international isolieren und verhängt Exportkontrollen für den Technologiesektor.

Die neuen EU-Sanktionen gegen Russland betreffen etwa den Energie-, Finanz- und Transportsektor. Zudem soll es Exportkontrollen geben. Weltweit gingen nach der Invasion Aktien auf Talfahrt, bei Rohstoffen wird mit einem knapperen Angebot gerechnet, was die Preise antreibt und die Inflation weiter anheizen könnte. 

Verbraucher, Sparer und Anleger fragen sich besorgt: "Was wird aus meinem Geld?" Hier finden Sie die wichtigsten Antworten auf drängende Fragen:

Welche Folgen haben steigende Rohstoffpreise für Verbraucher?

Die Inflation in Deutschland und im Euroraum wird bereits seit geraumer Zeit von deutlich gestiegenen Energiepreisen im Zuge der weltweiten Konjunkturerholung angeheizt. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine stiegen die Rohstoffpreise weiter: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Donnerstag erstmals seit 2014 wieder mehr als 100 Dollar.

Auch andere Rohstoffe wie Weizen verteuerten sich auf dem Weltmarkt. Steigende Rohstoffpreise landen am Ende in der Regel beim Verbraucher, weil Produzenten höhere Einkaufspreise ganz oder teilweise weitergeben.

Bank of Cyprus

Russland-Ukraine-Konflikt - Wie hoch ist der Preis für die EU-Sanktionen? 

Die EU-Sanktionen gegen Russland kamen schnell und einstimmig – doch sie wirken nicht nur in Russland. Die Sanktionen könnten auch den EU-Staaten selbst schaden.

von Ann-Kathrin Jeske


Was bedeutet die Inflationsentwicklung für Sparguthaben?

Für Sparer sind steigende Teuerungsraten bitter. Nach Berechnungen der zur Commerzbank gehörenden Comdirect verloren Sparer in Deutschland im vergangenen Jahr in Summe 80 Milliarden Euro wegen niedrig verzinster Einlagen. Allein im vierten Quartal 2021 lag der Realzins - also der Zins für Spareinlagen nach Abzug der Teuerungsrate - auf dem Rekordtief von minus 4,93 Prozent. Auf der Suche nach besser verzinsten Alternativen sollten sich Anleger allerdings nicht von außergewöhnlich hohen Gewinnversprechen blenden lassen.

Oft stecke Betrug dahinter, warnt die Finanzaufsicht Bafin: "Das 'sichere, schnelle Geld' gibt es nicht". Investments in Kryptowerte wie Bitcoin, Ether und Co. seien hoch spekulativ und ebenso riskant. Es drohe möglicherweise der Totalverlust des eingesetzten Geldes, warnt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).

Die Inflation bleibt hoch und liegt im Februar bei 5,1 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Dazu ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann.

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Wie wird die Europäische Zentralbank reagieren?

Andere große Notenbanken wie die US-Fed und die Bank of England haben nach Jahren des Flutens der Märkte mit billigem Zentralbankgeld bereits umgesteuert. Seit der Sitzung des EZB-Rates Anfang Februar herrscht auch unter Europas Währungshütern Einigkeit, dass man die hartnäckig hohe Inflation nicht aussitzen kann. Mit einer Anhebung der Zinsen könnte die Europäische Zentralbank (EZB) gegensteuern.

Allerdings haben sich Europas Währungshüter darauf festgelegt, vor einem Zinsschritt zunächst die milliardenschweren Netto-Anleihenkäufe einzustellen. Volkswirte erwarten, dass der EZB-Rat bei seiner nächsten geldpolitischen Sitzung am 10. März eine Entscheidung in Richtung Ausstieg aus dem ultralockeren Kurs treffen wird. Große Schritte sollten aber nicht erwartet werden - erst Recht nun nicht, wo die Zuspitzung des Konflikts um die Ukraine als weitere Belastung für die noch von der Pandemie gebremste Wirtschaft hinzukommt.

Angriff auf die Ukraine - Welche Sanktionen es gegen Russland gibt 

Wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland gibt es seit 2014, jetzt kamen weitere hinzu. Mit der militärischen Eskalation werden härtere Strafmaßnahmen folgen. Eine Übersicht.

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von Mischa Ehrhardt

Wie haben sich in der Vergangenheit Krisen auf die Börsen ausgewirkt?

Die Aktienmärkte rund um den Globus gingen nach dem Angriff auf die Ukraine auf Talfahrt. Die Politik vermag es nicht, die Kapitalmärkte dauerhaft in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. "Politische Krisen wirken sich in aller Regel belastend auf die Börsen aus. Wie stark und wie lange, hängt vom Verlauf der jeweiligen Krise ab", sagt die Chefin des Deutschen Aktieninstituts, Christine Bortenlänger. Das Aktieninstitut weist immer wieder auf historische Daten hin, wonach sich langer Atem beim Investment in Aktien in der Regel auszahle.

Wie sicher ist Gold in Krisenzeiten?

Das Edelmetall gilt vielen Anlegern als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten. Es verliert trotz Preisschwankungen seinen Wert nie ganz. Der Nachteil: Für Gold gibt es weder Zinsen noch Dividenden. Die Rendite lässt sich letztlich nur aus einem steigenden Goldpreis erzielen.

Ukraine, Lyssytschansk: Beschädigte Wohngebäude in Lyssytschansk in der Region Luhansk
Liveblog

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Russlands Angriff auf die Ukraine dauert an. Es gibt Sanktionen gegen Moskau, Waffen für Kiew. Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Das Logo der Pipeline "Nord Stream 2" ist auf einer Röhre zu sehen, die auf dem Gelände der Fabrik im russischen Chelyabinsk gelagert ist.

Wegen Russland-Ukraine-Konflikt - US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 AG 

Die USA verhängen angesichts der Eskalation in der Russland-Ukraine-Krise Sanktionen gegen die Betreibergesellschaft der deutsch-russischen Erdgas-Pipeline Nord Stream 2.

Videolänge
Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk zu Gast bei Markus Lanz.

Ukraine-Botschafter bei "Lanz" - Melnyk: "Ich habe heute geweint" 

  • Untertitel

Der ukrainische Botschafter Melnyk kritisiert die Reaktion der Bundesregierung auf Russlands Einmarsch in die Ukraine als "kaltherzig". Die Ukraine sei das "Opferlamm".

von Felix Rappsilber
Videolänge
Ukraine, Donezk: Ein ukrainischer Soldat steht an der Trennlinie zu pro-russischen Rebellen in der Region Donezk. In der Ukraine-Krise haben die USA und Russland bei Gesprächen in Genf zunächst auf ihren bekannten Standpunkten beharrt.

Nachrichten | Thema - Krieg in der Ukraine 

Russland hat die Ukraine angegriffen. Die Welt reagiert mit Bestürzung und verurteilt den Überfall. Es gibt Sanktionen gegen Moskau. Alle Nachrichten und Hintergründe.

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