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US-Notenbank gegen Inflation : Fed erhöht Leitzins um 0,5 Prozentpunkte

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Die US-Notenbank Fed stemmt sich mit der kräftigsten Zinserhöhung seit Jahrzehnten gegen die Inflation. Der geldpolitische Schlüsselsatz steigt um 0,5 Prozentpunkte.

Archiv: Die US-Notenbank am 31.07.2019 in Washington
Der Hauptsitz der US-Notenbank Federal Reserve.
Quelle: AP

Angesichts rasant steigender Preise hat die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins so stark angehoben wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr.

Einstimmiger Beschluss der Währungshüter

Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell beschlossen am Mittwoch einstimmig eine Erhöhung um einen halben Prozentpunkt auf die neue Spanne von 0,75 bis 1,00 Prozent. Experten hatten mit diesem aggressiven Schritt gerechnet, nachdem die Notenbank die Zinswende im März mit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte eingeleitet hatte.

Für die kommenden Monate erwarten Experten eine Serie weiterer kräftiger Anhebungen.

Die Inflationsrate in den USA hat im März mit 8,5 Prozent den höchsten Stand seit über 40 Jahren erreicht. Dadurch wird die Kaufkraft der Verbraucher geschmälert, womit eine gefährliche Lohn-Preisspirale in Gang kommen kann.

Die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, etwa mit Blick auf die Energie- und Lebensmittelmärkte, verstärkten den Inflationsdruck und dürften die Konjunktur belasten, erklärte die Fed. Auch die Corona-Lockdowns in China dürften für neue Probleme der globalen Lieferketten sorgen, was sich auf Inflation und Wachstum auswirken könnte.

Fed-Bilanz wird ab Juni schrittweise eingedampft

Die Fed steht daher unter Zugzwang, die Zügel weiter kräftig anzuziehen. Zudem beschlossen die Währungshüter in Washington, die in der Corona-Krise durch massive Anleihenkäufe auf fast neun Billionen Dollar angewachsene Fed-Bilanz ab Juni schrittweise einzudampfen. Damit wird den Finanzmärkten Liquidität entzogen.

Die Notenbank hatte die Leitzinsen zu Beginn der Corona-Krise im März 2020 zur Stützung der Wirtschaft auf Nullniveau abgesenkt.

Was bedeuten steigende Zinsen in den USA für die Eurozone?

Steigende Zinsen in den USA machen Geldanlagen in US-Dollar wieder deutlich attraktiver. Die steigenden Zinsen könnten also die Kapitalströme zwischen der Eurozone und den USA ordentlich durcheinander wirbeln. Investiert wird dort, wo man sich die höchste Rendite verspricht. Der Euro-Dollar-Kurs wird sich verändern.

Ein vermeintlich stärkerer Dollar und schwächerer Euro hilft der Exportnation Deutschland auf jeden Fall, ihre Waren in die USA zu exportieren.

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Verschiedene Lebensmittel stehen auf dem Band einer Supermarktkasse

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