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Angebot erwartet: Verdi droht mit Warnstreiks

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Öffentlicher Dienst - Angebot erwartet: Verdi droht mit Warnstreiks

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Sollten die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst bei den Tarifverhandlungen heute kein Angebot vorlegen, soll es Warnstreiks geben. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi an.

Gewerkschaften und Arbeitgeber haben ihre Verhandlungen in Potsdam fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen die Einkommen von mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Ländern.

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Die Gewerkschaft Verdi hat Warnstreiks im öffentlichen Dienst für den Fall angekündigt, dass die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen heute kein Angebot vorlegen.

Verhandlungen für 2,5 Millionen Beschäftigte

"Ohne ein Angebot am heutigen Tage, was die Möglichkeit für einen Abschluss bietet, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Beschäftigten bei Bund und Kommunen zu Arbeitskampfmaßnahmen aufzurufen", sagte Verdi-Chef Frank Werneke der dpa in Potsdam. Heute setzen die Gewerkschaften, die die kommunalen Arbeitgeber und der Bund ihre Tarifverhandlungen für mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte fort.

Werneke sagte, ein Angebot müsse die Möglichkeit für einen angemessenen und fairen Abschluss eröffnen. Am Samstag habe es stundenlange interne Beratungen der Arbeitgeber gegeben. "Wenn sie trotzdem nicht in der Lage sind, ein Angebot zu machen, dann ist das eine ganz schlechte Entwicklung für den weiteren Verlauf der Tarifrunde."

Bereits der Chef des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, hatte Warnstreiks etwa in Kitas und Pflegeeinrichtungen nicht ausgeschlossen, falls es an diesem Wochenende kein Angebot der Arbeitgeber gebe.

Gewerkschaften: Mindestens 150 Euro mehr pro Monat

Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen.

Direkt verhandelt wird für 2,3 Millionen Tarifbeschäftigte. Auf die mehr als 200 000 Beamten soll das Ergebnis nach Ansicht der Gewerkschaften übertragen werden. Die zweite Verhandlungsrunde soll an diesem Sonntag enden, die dritte ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Darum geht es

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