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Verdi kündigt Warnstreiks ab Dienstag an

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Öffentlicher Dienst - Verdi kündigt Warnstreiks ab Dienstag an

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Auf die Menschen in Deutschland kommen neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst zu. Erste Warnstreiks mit regionalem Bezug beginnen an diesem Dienstag, teilte Verdi mit.

Ab Dienstag soll es im öffentlichen Dienst Warnstreiks geben. Die Gewerkschaften fordern unter anderem mehr Lohn. In welchen Branchen gestreikt werden soll ist bislang unklar.

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Auch die zweite Verhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes sei ohne Ergebnis geblieben, so die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Die Arbeitgeber hätten kein Angebot vorgelegt.

Erste Warnstreiks in einzelnen Regionen sollen bereits an diesem Dienstag beginnen. Wo und in welchen Branchen gestreikt wird, werde erst Anfang der Woche klar, hieß es weiter.

Streiks in Kitas nicht ausgeschlossen

Auch die Eltern von Kita-Kindern müssen sich auf Warnstreiks einstellen. Ausstände in Kitas seien möglich, hieß es in Verhandlungskreisen von anderer Seite. Da es sich um Warnstreiks handele, sei damit zu rechnen, dass Erzieherinnen nicht mehr als ein bis zwei Tage ihre Arbeit niederlegen.

Auch der Chef des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, hatte zuvor Warnstreiks etwa in Kitas und Pflegeeinrichtungen nicht ausgeschlossen.

Werneke: Warnstreiks unvermeidlich

"Die öffentlichen Arbeitgeber haben sich zwei Runden lang eingemauert. Von Respekt und Anerkennung gegenüber den Beschäftigten war nichts zu spüren. Damit sind Warnstreiks unvermeidlich", sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Sonntag nach zweitägigen Verhandlungen in Potsdam.

Die Arbeitgeber verschärfen den Konflikt. Die Antwort wird jetzt aus den Betrieben kommen.
Frank Werneke, Verdi-Chef

In einer Pressemitteilung teilte Verdi mit, Werneke sei enttäuscht vom schleppenden Verlauf und der Verzögerungstaktik der kommunalen Arbeitgeber. Offensichtlich sei ihnen der Ernst der Situation nicht bewusst.

Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit erst 2025

In zentralen Punkten lägen die Verhandlungsparteien noch weit auseinander. "Besonders skandalös ist, dass die Ost-West-Angleichung bei der Arbeitszeit erst 2025 verwirklicht werden soll", sagte Werneke. Auch die angestrebte Laufzeit der Tarifvereinbarung bis in das Jahr 2023 sei nicht akzeptabel.

Forderungen der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Darum geht es

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