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Invasion in die Ukraine : Mastercard und Visa stoppen Russland-Geschäft

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Zahlreiche Unternehmen haben ihren Betrieb in Russland wegen der russischen Ukraine-Invasion vorläufig eingestellt. Nun zählen auch Kreditkartenriesen Visa und Mastercard dazu.

Ein Stapel goldener Mastercard Kreditkarten.
Mastercard sagte, dass Karten, die von russischen Banken ausgegeben werden, nicht mehr vom Netzwerk des Unternehmens unterstützt würden.
Quelle: Reuters

Die weltgrößten Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa haben wegen der russischen Ukraine-Invasion ihren Betrieb in Russland vorläufig eingestellt. Grund sei laut Mastercard die "beispiellose Natur des derzeitigen Konflikts und dem ungewissen wirtschaftlichen Umfeld" in Russland.

Visa erklärte, es werde mit "sofortiger Wirkung" mit seinen "Klienten und Partnern in Russland zusammenarbeiten, um über die kommenden Tage alle Visa-Transaktionen einzustellen". Danach würden in Russland ausgestellte Karten nicht mehr im Ausland funktionieren. Kreditkarten, die von Finanzinstituten außerhalb des Landes ausgestellt wurden, könnten in Russland nicht mehr eingesetzt werden. Mastercard kündigte identische Schritte an.

Ob in der Hafenstadt Mariupol oder in Irpin in der Nähe der Hauptstadt Kiew: Die Kämpfe in der Ukraine gehen weiter. Während der russische Präsident scharfe Kritik an den westlichen Sanktionen übt.

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Visa-Chef: Firma folgt ihren Werten

Visa-Chef Al Kelly sagte laut der Mitteilung, man bedauere die Auswirkungen, die die Maßnahme auf Mitarbeiter sowie Kunden, Partner, Händler und Karteninhaber in Russland haben werde. "Dieser Krieg und die anhaltende Bedrohung des Friedens und der Stabilität erfordern, dass wir darauf im Einklang mit unseren Werten antworten."

Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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Auch Mastercard teilte mit, man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. "Mastercard ist seit mehr als 25 Jahren in Russland tätig." Den fast 200 Mitarbeitern werde der Lohn weitergezahlt. Wenn es "angemessen und rechtlich zulässig" sei, wolle man den Betrieb wieder aufnehmen.

Selenskyi fordert Unterstützung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte während einer Videokonferenz mit Mitgliedern des US-Kongresses am Samstag die Aussetzung des Betriebs von Mastercard und Visa in Russland gefordert. Wegen des russischen Einmarsches in sein Land appellierte Selenskyj nach Angaben von Parlamentariern zudem an den Westen, ein Importverbot für russisches Gas und Öl zu verhängen.

Hubertus Bardt (Geschäftsführer Institut der deutschen Wirtschaft Köln) über die Folgen des Russland-Ukraine-Krieges und der Sanktionen gegen Russland für die deutsche Wirtschaft

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Visa und Mastercard hatten bereits zuvor keine Transaktionen mehr für russische Banken abgewickelt, die von internationalen Sanktionen wegen des Ukraine-Krieges betroffen sind. Das "Wall Street Journal" berichtete kürzlich, im Jahr 2020 seien von den in Russland ausgegebenen Debit- und Kreditkarten rund 74 Prozent der Zahlungsvorgänge im Land auf Visa- und Mastercard-Karten entfallen.

Russische Wirtschaft leidet unter Sanktionen

Der Westen hat wegen der russischen Ukraine-Invasion harte Sanktionen gegen Russland verhängt. Betroffen sind unter anderem der Bankensektor und die Fluggesellschaften des Landes. Auf den Sanktionslisten der EU, Großbritanniens und der USA stehen zudem Kreml-Chef Wladimir Putin sowie weitere Regierungsvertreter und Oligarchen.

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