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Quartalszahlen - Rekordgewinn: Bei VW brummt es

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Der Volkswagen-Konzern erholt sich weiter von der Corona-Krise. In der ersten Jahreshälfte lief das Geschäft so gut wie noch nie.

Archiv: Das Logo von Volkswagen an der Heckklappe des neuen Transporters "Buzz Cargo" am 19.09.2018 in Hannover
Besonders die Premiummarken Audi und Porsche tragen zum Erfolg von Volkswagen bei.
Quelle: dpa

Als hätte es Corona nie gegeben, verblüfft heute Europas größter Autobauer VW mit einem nie da gewesenen Rekordgewinn für die erste Hälfte des Jahres: das Betriebsergebnis lag nach den ersten sechs Monaten bei 11,4 Milliarden Euro und damit über dem bisherigen Rekord des Vorkrisenjahres 2019 von 10 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr 2020 verbuchte Volkswagen an dieser Stelle einen Verlust von 800 Millionen Euro, weil europaweit Fabriken und Autohandel stillstanden und der Fahrzeugverkauf einbrach. Obwohl Corona auch für die Automobilbranche ein Risiko bleibt, erhöht der Konzern sogar seine Jahresprognose.

Premiummarken sind die Gewinntreiber

Volkswagen profitiert vor allem von den Verkaufserfolgen seiner starken Premiummarken Porsche und Audi. Sie sind es auch, die die höchsten Gewinnmargen zum Konzernergebnis beitragen: Während die operative Rendite des gesamten Konzerns bei 8,8 Prozent liegt, schneiden Audi mit 10,7 Prozent und Porsche sogar mit 17,6 Prozent deutlich über dem Konzerndurchschnitt ab.

Jetzt, wo Lieferengpässe bei Mikrochips und Bauteilen fehlen, konzentrieren sich viele Autobauer auf das Premiumsegment, weil hier die Gewinnmargen größer sind.

VW ist bei den Autoherstellern in Sachen Elektro-Mobilität im ersten Halbjahr Marktführer. Bis zum Jahr 2030 soll die Hälfte des VW-Angebots auf Batterie-Autos umgestellt werden.

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Risiko Bauteilemangel

Allerdings befürchtet der Konzern, dass sich Lieferengpässe bei Halbleitern und Bauteilen in den nächsten Wochen noch einmal verschärfen werden, und sich sogar bis Ende nächsten Jahres hinziehen. Im ersten Halbjahr konnte Volkswagen aus diesem Grund bereits eine hohe sechsstellige Zahl an Fahrzeugen nicht produzieren.

Insgesamt brachte Europas größter Autobauer bis Ende Juni weltweit 5 Millionen Fahrzeuge an die Kunden, rund 28 Prozent mehr als im schwachen Vorjahreszeitraum.

VW übernimmt Europcar und will zum führenden Mobilitätsanbieter werden

Seit gestern Abend ist der Deal perfekt: Volkswagen zahlt rund 2,5 Milliarden Euro für seine Mehrheitsbeteiligung am französischen Autovermieter Europcar. Für VW ein wichtiger Schritt, um künftig flächendeckend Mobilitätsdienste auf einer Plattform anzubieten. Dabei zielen die Wolfsburger vor allem auf Infrastruktur und Technologie von Europcar ab.

An den weltweiten Mietstationen lassen sich Sharing, Langzeit- und Kurzfristvermietungen leicht abwickeln. Für alle Fahrzeughersteller sind Autovermieter ein wichtiger Sparringspartner. Die Partnerschaft zwischen VW und Europcar soll dafür sorgen, dass Volkswagen seine ambitionierten Ziele für den Ausbau von Mobilitätsdiensten zügig umsetzen kann.

Bis 2030 will die Volkswagen AG eine Transformation zu einem softwareorientierten Mobilitätsanbieter durchführen. Im Fokus ist unter anderem das autonome Fahren.

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Absatz von Elektrofahrzeugen verdoppelt

Bei seiner Elektro-Offensive holt VW deutlich auf: Bis Ende Juni wurden weltweit insgesamt 171.000 vollelektrische Fahrzeuge ausgeliefert - mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Nachdem im ersten Quartal noch 60.000 E-Autos verkauft wurden, legten die Zahlen im 2. Quartal nochmals deutlich zu auf 111.000.

Zum Vergleich: Elektro-Pionier Tesla verkaufte in diesem Zeitraum 201.000 Fahrzeuge. VW holt also auf, und Experten sehen sogar gute Chancen, dass die Wolfsburger die Amerikaner im nächsten Jahr sogar einholen.

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von Sina Mainitz
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