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Keine Entschädigungen für 460.000 VW-Dieselkunden

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Vergleich gescheitert - Keine Entschädigungen für 460.000 VW-Dieselkunden

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Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und VW sind sich nicht einig geworden. Damit gibt es vorerst keinen Vergleich für Dieselkunden: offenbar wegen hohen Anwaltshonoraren.

Dunkle Wolken über dem VW-Logo. Archivbild
VW und der Bundesverband der Verbraucherzentralen haben ihre Vergleichsverhandlungen abgebrochen. Offenbar scheiterte eine Einigung an Honorarforderungen von Anwälten.
Quelle: Raphael Knipping/dpa/Archivbild vom 12.02.2019

Ein Vergleich um Hunderttausende VW-Dieselkunden zu entschädigen ist vorerst geplatzt. Wie der VW-Konzern am Freitag mitteilte, soll die Höhe der Honorarforderungen der Anwälte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der Grund sein. Zuvor hatte die Funke-Mediengruppe darüber berichtet.

Der vzbv vertritt im Verfahren um die Musterfeststellungsklage zahlreiche Dieselfahrer, die Schadenersatz für ihre Fahrzeuge mit zu hohen Abgaswerten verlangen. Der vzbv-Chef Klaus Müller will sich am Mittag zu den Vergleichsverhandlungen mit VW äußern.

Einigung um 830 Millionen Euro fast schon durch

VW zufolge hatte es eigentlich schon eine Einigung gegeben. Demnach wurde eine Vergleichssumme "in einer Größenordnung von insgesamt 830 Millionen Euro erzielt", wie es hieß. "Diese faire Lösung für die Kunden scheiterte nur daran, dass die Prozessanwälte des vzbv bis zum Schluss auf eine Pauschalzahlung in Höhe von 50 Millionen Euro für die Abwicklung des Vergleichs bestanden." Der vzbv äußerte sich zunächst nicht dazu, wollte aber am Nachmittag auf einer Pressekonferenz seine Einschätzungen zu der Entwicklung abgeben.

Der Autokonzern erklärte, es hätten keine "ausreichend konkreten Nachweise" vorgelegen, welche Leistungen der vzbv-Anwälte mit der geforderten Summe abgerechnet werden sollten. "Eine Zahlung ohne einen ausreichend konkreten Leistungsnachweis oder ohne rechtlichen Grund ist für Volkswagen jedoch unmöglich." Man bedaure dies und werde nun im Vorstand die weiteren Schritte beraten.

Anfang Januar hatte VW und vzbv erklärt, über einen außergerichtlichen Vergleich zum Musterprozess sprechen zu wollen. Beide Seiten nannten dabei das "gemeinsame Ziel einer pragmatischen Lösung im Sinne der Kunden". Lange hatte VW dies skeptisch gesehen.

Update 14:21 Uhr - Volkswagen bietet Kunden im Dieselskandal Vergleich an - auch ohne vzbv-Beteiligung:

Archiv: VW-Firmenzentrale in Wolfsburg

VW will Entschädigungen zahlen -
Was Dieselfahrer von dem Angebot erwarten können
 

Trotz des geplatzten Vergleichs will VW in der Dieselaffäre klagenden Kunden Entschädigungen zahlen. Es sollen bis zu 830 Millionen Euro fließen. Was heißt das für die VW-Fahrer?

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