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Weltwirtschaftsforum - Gemeinsam für mehr Gerechtigkeit

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Das virtuelle Weltwirtschaftsforum sucht Lösungen für globale Herausforderungen. Die Corona-Pandemie betrifft zwar die ganze Welt - aber nicht alle gleich schwer.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem Weltwirtschaftsforum eine kritische Bilanz in Bezug auf die Corona-Krise gezogen. Wegen der Pandemie findet das Forum rein digital statt.

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Das virtuelle Weltwirtschaftsforum (WEF) wirbt mit der Davos-Agenda für neues Vertrauen und sucht Lösungen für globale Herausforderungen. Dass das Weltwirtschaftsforum einmal virtuell stattfinden würde - das hätte sich auch WEF-Gründer Klaus Schwab niemals vorstellen können. Aber die Reaktionen nach der Entscheidung, ein Davos ohne Davos zu wagen, haben ihn positiv überrascht.

Die Gästeliste ist auch ohne die Kulisse der Schweizer Berge umfangreich und prominent, die Zahl der Unterstützer des Forums sogar noch gestiegen: 1.500 Führungspersönlichkeiten aus mehr als 70 Ländern, Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt werden in den kommenden Tagen ihre Erfahrungen mit der Pandemie bilanzieren.

Anlässlich des Weltwirtschaftsforums warnt die Organisation Oxfam vor einer Verschärfung der weltweiten sozialen Ungleichheit durch die Corona-Krise.

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Lernen aus Fehlern im Umgang mit der Pandemie

Es gibt einen weltweit spürbaren Bedarf an gemeinsamem Austausch, mehr als hundert hochkarätig besetzte Foren bieten dazu hinlänglich Gelegenheit. Unterschiedliche Erfahrungen sollen ausgetauscht, Perspektiven "synchronisiert" und die Lehren aus den Fehlern im Umgang mit der Pandemie sowie Best-Practice-Beispiele diskutiert werden.

Gefragt sind Ansätze für die Zukunft unseres Planeten von nachhaltigen und sozialen Wirtschaftsmodellen über Digitalstrategien bis hin zu Konzepten gegen den Klimawandel. Vor allem aber will das Forum helfen, das wechselseitige Vertrauen wieder zu stärken, denn an Vertrauen fehlt es ein Jahr nach Ausbruch des Coronavirus in nahezu allen Bereichen. 

 Armut steigt weltweit

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben zwar die ganze Welt getroffen - doch mit erschreckend unterschiedlichen Auswirkungen. Die globale Pandemie hat wie in einem Brennglas vor allem die globale Ungleichheit aufgezeigt und verschärft. So ist das Vermögen der zehn reichsten Menschen seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr um eine halbe Billion Dollar gewachsen. Gleichzeitig steigt die Armut weltweit.

Blick in eine Textilfabrik in Dhaka/Bangladesch.

Globalisierung und Pandemie -
Wie Covid-19 soziale Ungleichheit verstärkt
 

Vor dem Virus sind nicht alle gleich. Das Beispiel Bangladesch zeigt, wie dort nicht nur Corona die Menschen bedroht. Armut und Hunger sind für viele die größere Gefahr.

von Hannes Vogel und Bobby Rafiq

Und während die Anzahl der qualifizierten Jobs sogar um drei Prozent wuchs, sank die Zahl der Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor um mehr als sechs Prozent. Hunderte Millionen Menschen wurden arbeitslos. In einer Zeit der Digitalisierung und Automatisierung drohen viele dieser Arbeitsplätze für immer verloren zu sein. Nur Ausbildungsprogramme, gezielte Weiterbildungen und Schulungen könnten diese Entwicklung aufhalten. Dafür aber braucht es für alle zugängliche Bildungssysteme, eine funktionierende digitale Infrastruktur und ein stärkeres finanzielles Engagement der Privatwirtschaft.

Nicht alle Länder haben Geld für Corona-Hilfen

Ungleich sind auch die finanziellen Möglichkeiten der Staatengemeinschaft, die Auswirkungen der Pandemie abzumildern. Nach Aussagen der Rockefeller-Stiftung investierten Industriestaaten in den letzten Monaten im Schnitt 20 bis 30 Prozent ihres Bruttosozialproduktes in milliardenschwere Unterstützungsprogramme, die Entwicklungsländer maximal sechs Prozent. Die Folgen dieses gravierenden Missverhältnisses werden die Weltwirtschaft nachhaltig belasten.

Und dann ist da das sinkende Vertrauen in die Institutionen Ihre Glaubwürdigkeit aber ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Bewältigung der Pandemie. In den USA, so der amerikanische Virologe Anthony Fauci, wurde die Bekämpfung der Pandemie vor allem durch die politische Spaltung des Landes behindert. "Wenn das Tragen einer Maske zum politischen Statement wird", so Fauci, bedeute das die Zerstörung jedes einheitlichen gesundheitspolitischen Ansatzes. Globale Organisationen wie die WHO seien der Schlüssel für eine gemeinsame und wirkungsvolle Strategie.

Impfstoff darf nicht ungleich verteilt werden

Auf Impfstoffen und ihrer raschen Produktion und Verteilung fußt die Hoffnung auf eine rasche Bewältigung der Krise. Und auch hier sind die Chancen ungleich verteilt. Denn bislang haben sich die Industrienationen den größten Anteil daran gesichert. Aber sobald Covid-19 irgendwo auf der Welt ausbricht, ist es überall.

Und so warnt UN-Generalsekretär António Guterres die virtuell Versammelten vor dem Gefühl falscher Sicherheit. Sie sollten nicht denken, dass sie ihre Bevölkerungen impfen und die Entwicklungsländer dabei vergessen könnten. Das Virus werde mutieren und zurückkommen. Es müsse schnell gehandelt und weltweit geimpft werden.

Die Welt, so Guterres, brauche einen neuen Sozialvertrag, der es Menschen ermögliche, in Würde zu leben. Keine neue  Forderung - aber die Pandemie hat ihr neuen Nachdruck verliehen. 

Eine junge Frau hält einen Corona-Selbsttest in der Hand.

Weckruf an die Welt -
WEF: Pandemie bedroht Perspektive der Jugend
 

Der "Globale Risiko Report" beschreibt die dramatischen Auswirkungen der Pandemie und zeichnet ein düsteres Bild. Der jungen Generation droht ein Zeitalter der Chancenlosigkeit.

von Susanne Biedenkopf
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