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Wirbel um Bilanzabschluss - Wirecard-Chef Braun tritt zurück

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Inmitten eines milliardenschweren Bilanzskandals tritt der Chef des Zahlungsdienstleisters Wirecard zurück. Markus Braun lege sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder.

An der Börse ging das Wirecard-Desaster am Freitag weiter: Die im Dax notierten Titel des Zahlungsdienstleisters brachen erneut um fast die Hälfte ein. In nur eineinhalb Tagen verlor der im Zentrum eines milliardenschweren Bilanzskandals stehende Konzern gut zehn Milliarden Euro an Wert.

Offene Fragen zu 1,9 Milliarden Euro

Im Mittelpunkt des Bilanzskandals stehen zwei asiatische Banken und ein Treuhänder, der seit Ende vergangenen Jahres für Wirecard die Konten verwaltet. Auf den Konten waren angeblich 1,9 Milliarden Euro verbucht. Die für Wirecard tätigen Bilanzprüfer bezweifeln jedoch mittlerweile, dass diese 1,9 Milliarden Euro tatsächlich existieren.

Wirecard wickelt bargeldlose Zahlungen für Händler ab, sowohl an Ladenkassen als auch online. Das Unternehmen ist seit über einem Jahr in Bedrängnis, seit die Londoner "Financial Times" dem Management in einer Serie von Artikeln Bilanzmanipulationen vorwarf.

Verlust von Milliardenkrediten droht

Zudem droht Wirecard der Verlust von Milliardenkrediten. Wenn das Unternehmen bis zum heutigen Freitag keinen von Wirtschaftsprüfern testierten Jahres- und Konzernabschluss vorlege, könnten Kredite von etwa zwei Milliarden Euro gekündigt werden, hatte Wirecard am Donnerstag bekannt gegeben.

Wirecard-Sitz in Aschheim

Vorwurf der Bilanzmanipulation - Wirecard vor ungewisser Zukunft 

Wo es riecht, ist meist etwas faul. Seit Monaten beteuert Wirecard, an den Vorwürfen der Bilanzmanipulation sei nichts dran. Heute erreicht die Affäre ihren dramatischen Höhepunkt.

von Frank Bethmann
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