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Wirecard-Skandal - Guttenberg sieht sich als Opfer

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Wusste Karl-Theodor zu Guttenberg früher als die Öffentlichkeit von den Luftbuchungen bei Wirecard? Vor dem Bundestag-Untersuchungsausschuss beteuert er seine Unschuld.

Zum dritten Wirecard-Untersuchungsausschuss im Bundestag sind heute sieben Zeugen geladen, darunter der frühere Bundesminister Karl Theodor zu Guttenberg. Er soll Kanzlerin Merkel beeinflusst haben, den Konzern 2019 in China zu bewerben.

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Ex-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat seine Rolle als externer Berater von Wirecard verteidigt. Er sieht sich selbst als Opfer in dem Finanzskandal. Seine Beratungsfirma Spitzberg Partners sei weder eine Staatsanwaltschaft noch ein Wirtschaftsprüfer, sagte der 49-Jährige in Berlin.

Zu keinem Zeitpunkt habe seine Firma Kenntnis von Bilanzbetrug oder Geldwäsche des ehemaligen Dax-Konzerns gehabt. "Das war einfach nicht vorstellbar."

Vor dem Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags hat heute der ehemalige Minister Karl Theodor zu Guttenberg ausgesagt. ZDF-Korrespondent Frank Bethmann berichtet.

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Guttenberg: "Wirecard hat uns alle getäuscht"

Der milliardenschwere Skandal habe ihn vollkommen überrascht. Seine Firma habe ein begrenztes Wissen gehabt und genauso spät wie die Öffentlichkeit von dem Betrug erfahren. Mit dem Wissen von heute, hätte er sich nicht für den Zahlungsabwickler eingesetzt, sagte der ehemalige CSU-Politiker.

Das Unternehmen habe aber über zehn Jahre uneingeschränkte Testate der Wirtschaftsprüfer bekommen. "Wirecard hat uns alle getäuscht." Guttenberg hatte die Bundesregierung über den geplanten Markteintritt von Wirecard in China informiert und diese gebeten, die Pläne wohlwollend zu unterstützen.

Nimmt Bundesregierung in Schutz

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich daraufhin bei einer China-Reise im September 2019 für Wirecard eingesetzt. Es sei bei solchen Reisen normal, sich für deutsche Firmen starkzumachen, sagte sie am Mittwoch im Bundestag.

Guttenberg hat die Bundesregierung im Skandal um den Bilanzbetrug bei Wirecard in Schutz genommen. Nach damaligem Kenntnisstand sei die Unterstützung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für das deutsche Fin-Tech richtig gewesen, sagte zu Guttenberg im Untersuchungsausschuss des Bundestags.

Guttenberg im Untersuchungsausschuss - ZDF-Korrespondent Florian Neuhann mit Einzelheiten.

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Luftuchungen von bis zu drei Milliarden Euro

Der inzwischen insolvente frühere Dax-Konzern Wirecard soll über Jahre Scheingewinne ausgewiesen haben. Im Sommer räumte das Unternehmen Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro ein. Laut Staatsanwaltschaft könnte es insgesamt um rund drei Milliarden gehen.

Die Firma saß als Dienstleister für bargeldlose Zahlungen an der Schnittstelle zwischen Händlern und Kreditkartenfirmen und machte nach aktuellem Ermittlungsstand jahrelang Verluste.

Unter anderem die Wirtschaftsprüfer von EY und die Finanzaufsicht Bafin stehen in der Kritik, weil der Betrug nicht früher aufflog. Der Untersuchungsausschuss will auch herausfinden, ob man im Kanzleramt ahnte, dass es bei Wirecard nicht mit rechten Dingen zuging.

Teilnehmer kommen zur Sitzung des Bundestags-Untersuchungsausschusses zum Bilanzskandal Wirecard am 26.11.2020 in Berlin zusammen

Untersuchungsausschuss - Prüfer: Wirecard hat Ermittlungen behindert 

Im Skandal um Wirecard sagte heute ein KPMG-Sonderprüfer vor dem Untersuchungsausschuss im Bundestag aus. Wirecard habe die Ermittlungen massiv behindert.

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