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Statistik : Inflation steigt weiter - was verteuert sich?

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Die Inflation im März ist auf 7,3 Prozent gestiegen. Einen solchen Wert bei der Preisteuerung gab es zuletzt 1981. Wo wird es für Verbraucher teurer?

Berlin: Eine Frau holt eine 5-Euro-Banknote aus ihrem Portemonnaie. Archivbild
Die Preissteigerung erreichte laut Statistischem Bundesamt im März im Vorjahresvergleich 7,3 Prozent, nach 5,1 Prozent im Februar.
Quelle: dpa

Im März sind die Verbraucherpreise laut Statistischem Bundesamt wie erwartet um 7,3 Prozent gestiegen.

Großhandelspreise

Allerdings haben die Großhandelspreise noch einmal einen historischen Sprung gemacht. Sie legten noch einmal um über ein Fünftel zu. Großhandelspreise gelten als Vorboten kommender Inflation - und stärker sind sie noch nie geklettert.

Grund für die stark steigenden Preise ist aktuell vor allem der Krieg in der Ukraine und damit verbunden hohe Energiepreise. Zum anderen haben sich dadurch auch die Probleme in den internationalen Lieferketten noch einmal verstärkt. Wo spüren Konsumentinnen und Verbraucher die anziehenden Preise am meisten?

Die Kosten für Benzin, Lebensmittel und Energieversorgung steigen. Wieso wird alles teurer?

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Energie

Im Grunde verteuert sich hier fast alles. Und das liegt vor allem daran, dass die Energiepreise durch den Krieg Russlands in der Ukraine in die Höhe geklettert sind. Das merken Autofahrer*innen nicht nur an der Tankstelle. Energie steckt in fast allen produzierten Waren und Gütern, weil sie zu deren Herstellung oder aber für deren Transport notwendig ist.

Dabei muss man gerade bei den Tankstellenpreisen darauf hinweisen, dass sie von den Mineralölpreisen am Weltmarkt entkoppelt sind. Fünf Mineralölkonzerne beherrschen den Markt in einem Oligopol. Während die Ölpreise an den internationalen Börsen schnell wieder auf Vorkriegsniveau gefallen waren, blieben sie an den Tankstellen hoch.

Wie sich die deutsche Wirtschaft im Zuge dieser Krise verändern wird

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Nahrungsmittel und "Hamsterkäufe"

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Preise für Nahrungsmittel im März um 6,2 Prozent geklettert. Damit hat sich die Teuerung noch einmal verstärkt, im Februar lag sie noch bei 5,3 Prozent. Insbesondere für Speisefette mussten Verbraucher*innen tiefer in die Tasche greifen. Bei einigen wie Sonnenblumen- oder Rapsöl schossen die Preise mit 30 Prozent um fast ein Drittel in die Höhe. Auch frisches Gemüse hat sich um 15 Prozent verteuert.

NANO vom 28. März: Vor allem Mehl und Sonnenblumenöl sind nur noch schwer zu kriegen und werden in vielen Märkten sogar rationiert. Heute horten, damit man morgen nicht teilen muss?

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Keine Sorgen müsse man sich allerdings machen, dass hierzulande die Nahrungsmittel knapp werden, heißt es unisono bei Bauernverbänden wie auch beim Handelsverband HDE. Stefan Genth sagt zu ZDFheute:

Wir haben in Deutschland überhaupt keine Lebensmittelknappheit, weil wir in ganz vielen Bereichen mehr produzieren, als wir selber verbrauchen.
Stefan Genth, HDE-Geschäftsführer

Genth ist Hauptgeschäftsführer des deutschen Einzelhandelsverbandes HDE. Deswegen stoßen "Hamsterkäufe" etwa bei Speiseöl und Mehl auf Unverständnis bei den Verbänden. "Natürlich gibt es nach wie vor genügend Speiseöl hierzulande." Auch bei Mehl sei das der Fall. Deswegen appelliert der HDE, solche Vorratskäufe zu unterlassen.

Bekleidung und Einrichtungsgegenstände

Bei Bekleidung und Schuhen halten sich die Teuerungen noch in Grenzen. Hier beträgt der Anstieg im März gegenüber dem Vorjahr "nur" rund zwei Prozent. Allerdings zeigt sich auch hier der Trend zu höheren Preisen, denn gegenüber Februar haben die Preise in den Modehäusern um 4,5 Prozent zugelegt.

Mehr bezahlen müssen Verbraucher*innen auch in Möbelhäusern. Denn Haushaltszubehör, Möbel und Leuchten haben sich um fast fünf Prozent verteuert. Grund hierfür sind unter anderem steigende Preise für alle möglichen Rohstoffe - etwa Holz. So beklagt auch die Baubranche, dass sich die Preise derart verteuert haben, dass eine verlässliche Kalkulation von Bauvorhaben kaum mehr seriös zu machen sei.

Ukraine, Donezk: Ein ukrainischer Soldat steht an der Trennlinie zu pro-russischen Rebellen in der Region Donezk. In der Ukraine-Krise haben die USA und Russland bei Gesprächen in Genf zunächst auf ihren bekannten Standpunkten beharrt.

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Reisen, Freizeit, Unterhaltung

Auch für Freizeitbeschäftigung müssen die Menschen mehr Geld auf den Tisch legen. Freizeit, Unterhaltungsangebote und Kulturveranstaltungen haben sich um fünf Prozent verteuert. Ein Sonderpunkt stellen hierbei Reisen dar.

Denn die Nachfrage nach den Einschränkungen durch die Pandemie ist hoch, entsprechend können die Unternehmen vergleichsweise hohe Preise ansetzen. Zum anderen verteuern sich Sitzplätze etwa für Flugreisen - auch auf Grund gestiegener Kerosinkosten.

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