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Wirtschaftsminister Altmaier - Regierung senkt Wachstumsprognose für 2021

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Die Bundesregierung rechnet erst im nächsten Jahr mit einem kräftigen Aufschwung der Wirtschaft in Deutschland. Minister Altmaier schraubt die Erwartungen für 2021 herunter.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat seine Wachstumsprognose der Wirtschaft für dieses Jahr zurückgeschraubt. Die Gründe sind Lieferengpässe und steigende Energiekosten.

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Der scheidende Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) muss seine letzte Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft deutlich nach unten korrigieren. Dieses Jahr dürfte es nur noch zu einem Plus von 2,6 Prozent reichen statt der im Frühjahr in Aussicht gestellten 3,5 Prozent.

Nächstes Jahr dürfte die Wirtschaft dafür um 4,1 Prozent zulegen, das sind 0,5 Punkte mehr als bislang gedacht. Für 2023 wird mit 1,6 Prozent gerechnet.

In diesem Jahr kommt es angesichts der aktuellen Lieferengpässe und weltweit hoher Energiepreise nicht zum erhofften Schlussspurt.
Peter Altmaier, Wirtschaftsminister

2022 werde die Wirtschaft aber deutlich an Fahrt aufnehmen. Das wäre eine gute Nachricht für die neue Bundesregierung, über die SPD, Grüne und FDP momentan verhandeln. Sie ist dringend auf steigende Steuereinnahmen angewiesen, um zusätzliche Investitionen für Klimaschutz und Digitalisierung zu stemmen.

Industrie im zweiten Halbjahr ausgebremst

Die konjunkturelle Lage sei momentan zweigeteilt, so Altmaier. Die Dienstleister profitierten vom Impffortschritt. Der private Konsum sei einer der Treiber der Erholung von der Corona-Krise. Dagegen spüre die Industrie die Knappheit bei Vorprodukten. Das bremse die Industrie im zweiten Halbjahr 2021 aus. Sobald sich die Lieferengpässe auflösten, sollte es 2022 aber zu Aufholeffekten kommen.

Die Weltwirtschaft ist aus dem Tritt geraten. Waren können nicht geliefert werden, Energiepreise steigen – und mit ihr die Inflation. Sie liegt dieses Jahr bei drei Prozent. Besserung erwarten die Wirtschaftsforscher erst im kommenden Jahr.

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Altmaier hatte die Wachstumsprognose für 2021 zuletzt Ende April wegen stark anziehender Exporte angehoben und sich danach im Sommer noch optimistisch geäußert, womöglich sei sogar ein noch etwas stärkeres Wachstum drin.

Sinkende Inflationsrate zum Jahreswechsel erwartet

Die Bundesregierung erwartet weiter, dass die Inflationsrate bereits zum Jahreswechsel 2021/22 wieder ein deutlich niedrigeres Niveau erreicht - weil dann Sonderfaktoren wegfallen wie die Rücknahme der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung des zweiten Halbjahres 2020.

Diese schlägt inzwischen voll auf die Teuerung durch. Seit Januar gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze. Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell teurer.

In ihrer Herbstprojektion rechnet die Bundesregierung mit Inflationsraten von 3,0 Prozent im Jahr 2021 und 2,2 Prozent im Jahr 2022. Im September lag die Inflationsrate angeheizt vor allem von höheren Energiekosten bei 4,1 Prozent.

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