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EU-Parlament fordert - Importverbot bei Zwangsarbeit in der Mode

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Die EU möchte Unternehmen zu mehr Transparenz entlang der Lieferketten verpflichten. So soll verhindert werden, dass etwa Baumwolle aus Zwangsarbeit von Uiguren in Kleidung landet.

Auf großen Feldern wird Baumwolle angebaut.
Wenig Transparenz in der Lieferkette: Baumwolle
Quelle: colourbox

Von Nike bis Zara: In der Kleidung zahlreicher großer Modelabels soll laut der australischen Denkfabrik "Australien Strategic Policy Institute" Zwangsarbeit von Uiguren stecken. Viele Unternehmen bestreiten die Verbindungen allerdings. Das Problem: Die Lieferketten sind komplex, es fehlt an Transparenz.

Um die Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen, arbeitet die EU an einem Lieferkettengesetz. Es soll deutlich weiter gehen als das Lieferkettengesetz, das die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat.

  • Das EU-Parlament will mehr Unternehmen verpflichten. Neben großen Unternehmen sollen demnach auch börsennotierte sowie "kleine und mittlere Unternehmen mit hohem Risiko" den Sorgfaltspflichten unterworfen sein.
  • Die gesamte Wertschöpfungskette soll einbezogen werden.
  • Unternehmen sollen für Schäden haften.

Ein weiteres Instrument, das das EU-Parlament befürwortet, ist ein Importverbot auf Produkte, die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden. 

„Das Europäische Parlament fordert ein Ende der modernen Sklaverei“, betont die Abgeordnete der Grünen Anna Cavazzini im Gespräch mit ZDFheute.

Die Europäische Kommission muss nun einen konkreten Gesetzesvorschlag erarbeiten, den sie bis zum Sommer vorlegen möchte.

Sehen Sie im Beitrag, wie Zwangsarbeit von Uiguren in unseren Kleiderschränken landen kann und was wir als Kundinnen oder Kunden dagegen tun können:

Laut Menschenrechtsorganisationen werden eine Million Uiguren in China zur Zwangsarbeit gezwungen. Die muslimische Minderheit müsse Baumwolle für die Textilindustrie pflücken.

Beitragslänge:
3 min
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