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Wirtschaftsminister - Altmaier: Weitere Staatsbeteiligungen kommen

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Die Corona-Krise hat viele Unternehmen in Existenznöte gebracht. Staatsbeteiligungen zur Rettung könnten neben der Lufthansa auch weiteren Firmen helfen.

Lufthansa-Flugzeuge. Symbolbild
Lufthansa-Flugzeuge. Symbolbild
Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der Staat wird sich laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in der Krise nach der Lufthansa an weiteren existenzgefährdeten Unternehmen beteiligen. "Wir reden wahrscheinlich über einige Dutzend Fälle", sagte er der FAZ.

"In dieser sehr begrenzten Zahl der Fälle werden wir die Möglichkeiten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds nutzen und uns gegebenenfalls auch beteiligen." Altmaier betonte aber:

Ich habe immer deutlich gemacht, dass eine staatliche Beteiligung die absolute Ausnahme sein muss.
Peter Altmaier, Wirtschaftsminister

Zur Situation bei der Lufthansa sagte der Minister, der Staat werde möglichen Entlassungen nicht im Wege stehen. "Wenn der Vorstand zu dem Ergebnis kommt, dass Entlassungen unumgänglich sind, ist es Aufgabe der Sozialpartner, hierüber verantwortungsvoll zu verhandeln." Er sehe keinen Sinn darin, dass Beamte entschieden, welche Restrukturierungsmaßnahmen richtig oder falsch seien.

Lufthansa vor der Pleite bewahrt

Die Lufthansa hat nach Angaben des Vorstandes langfristig 22.000 Vollzeitstellen zu viel. Die Fluggesellschaft musste wegen des Geschäftseinbruchs infolge der Coronavirus-Pandemie mit einem neun Milliarden Euro schweren staatlichen Finanzpaket vor der Pleite bewahrt werden. Der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ist im Rahmen dessen mit 20,05 Prozent größter Aktionär der Lufthansa.

Mit Blick auf den Anteil des Bundes an der Commerzbank forderte Altmaier eine Entscheidung im kommenden Jahr. "Ich halte es für richtig, dass wir nach der nächsten Bundestagswahl eine Entscheidung treffen, welche Staatsbeteiligungen privatisiert werden sollten, um ein Anwachsen des staatlichen Einflusses zu verhindern. Ich sehe eine gute Chance, dass sich die Situation der Commerzbank bis dahin stabilisieren wird."

Der Bund war vor gut zehn Jahren bei der Commerzbank eingestiegen, um sie in der Finanzkrise vor dem Kollaps zu bewahren. Mit 15,6 Prozent ist der Staat immer noch der größte Anteilseigner des Geldhauses. Nach einem Streit über die künftige Strategie der Bank haben Vorstandschef Martin Zielke und Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann ihren Rücktritt erklärt.

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