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Bayern beschimpfen Medien

von Stefan Bier

Bayern Münchens Bosse haben zu einem Rundumschlag gegen die deutschen Medien ausgeholt. Die Berichterstattung vor allem über die Nationalspieler des Klubs sei zuletzt "respektlos und widerlich" gewesen, sagte Präsident Uli Hoeneß.

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Der FC Bayern werde das "in diesem Stil nicht mehr weiter akzeptieren. Das hat nichts mehr mit Kritik zu tun. Das ist nur noch eine Abrechnung mit einzelnen Spielern", sagte Vorstandschef Rummenigge bei der Pressekonferenz in München und erinnerte an Paragraph eins des Grundgesetzes: "Da steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Ich weiß nicht, ob der Fußball eine Sonderrolle einnimmt."

Appell an Würde und Anstand

Man mache sich "offensichtlich keine Gedanken mehr über Würde und Anstand. Die Polemik scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Das gilt für Medien und Experten, die auch mal bei diesem Klub gespielt haben", so Rummenigge.

Er sprach von "einem wichtigen Tag heute. Wir werden uns das ab sofort nicht mehr gefallen lassen. Wir werden uns diese hämische und herabwürdigende Berichterstattung nicht mehr bieten lassen. Wir werden unsere Spieler, unseren Trainer und auch den Klub vom heutigen Tag an schützen." Es habe bereits Unterlassungsklagen gegeben, berichtete er.

Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic bezeichnete die jüngste Berichterstattung als "unverschämt. Die Arbeit eines ganzen Klubs sofort in Frage zu stellen, geht gar nicht. Ich war entsetzt."

Journalistenverband "gelassen"

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) weist die Medienschelte zurück. "Wie Journalisten über den Fußballklub, die Spiele und die Verantwortlichen des Vereins berichten, lassen wir uns nicht von der Chefetage des Vereins vorschreiben", erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall.

Möglichen juristischen Schritten der Fußballmanager können Journalisten gelassen entgegensehen", so Überall, "mir ist kein Gesetz bekannt, das uns zum Katzbuckeln vor dem FC Bayern München verpflichtet."

Quelle: SID

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