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"Entwicklungen, die mir nicht gefallen"

Nach den Protesten gegen die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie warnt Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) vor einer weiteren Radikalisierung: "Mancher Unsinn wird vor allem über die sozialen Netzwerke stark weiterverbreitet."

4 min
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11.05.2020
11.05.2020
Video verfügbar bis 11.05.2021

Thüringens Innenminister hat die Teilnehmer an den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung im ZDF als "buntes Gemisch" bezeichnet. Bei den Demonstrationen seien ganz normale Bürger dabei gewesen, die Proest ausüben oder ihre Meinung kundtun wollten.

Aber es mischten sich auch andere Gruppen darunter, "zum Teil Rechtsextreme und sogenannte Verschwörungstheoretiker: Und das sind Entwicklungen, die mir nicht so gut gefallen", so Maier.

Innenminister sieht gefährliche Tendenzen bei Corona-Protesten

Bei der Verbreitung der Theorien über soziale Medien sind für ihn Schuldzuweisungen an bestimmte Gruppen oder Einzelpersonen wie Bill Gates ein Problem. "Man spricht auch wieder von einer jüdischen Weltverschwörung", kritsiert Maier. "Und dann ist es halt gefährlich."

Es sei in Ordnung jetzt zu demonstrieren, jedoch solle man sich bei den Protesten auch umschauen. Die Demonstranten sollten wachsam beobachten, welche T-Shirts getragen und welche Plakate hochgehalten würden. Dann müsse man sich gegebenenfalls auch dafür entscheiden, die Demonstration zu verlassen. "Das wäre mein Wunsch", so der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Länder.

Maier fordert mehr Transparenz

Von der Politik forderte er allgemein mehr Transparenz im Umgang mit den Corona-Maßnahmen. "Wir müssen viel stärker aufklären, auch noch einmal erklären, warum wir welche Maßnahmen machen, auch warum wir welche Lockerungen machen", so Maier.

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