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Saarbrücken wirft Köln raus, FCB mit Mühe

DFB-Pokal | 2. Runde

Saarbrücker Spieler feiern den Siegtreffer zum 3:2.

Die zweite Runde des DFB-Pokals hat mit einer faustdicken Überraschung begonnen. Der Regionalligist 1.FC Saarbrücken besiegte den Bundesligisten 1. FC Köln mit 3:2. Der FC Bayern mühte sich beim VfL Bochum zu einem 2:1-Sieg.

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Die TSG Hoffenheim gewann beim Drittligisten MSV Duisburg 2:0. Union Berlin siegte beim Bundesliga-Konkurrenten SC Freiburg mit 3:1. Der VfB Stuttgart gewann beim Hamburger SV das Duell der Zweitligisten mit 2:1 nach Verlängerung. Zweitligist Karlsruher SC siegte beim Liga-Konkurrenten Darmstadt 98 1:0. Mit dem gleichen Ergebnis gewann Bayer Leverkusen sein Heimspiel gegen den SC Paderborn. Schalke 04 setzte sich beim Zweitligisten Arminia Bielefeld mit 3:2 durch.

1. FC Saarbrücken - 1. FC Köln 3:2 (0:0)

Ausgerechnet die Kölner Klubikone Dirk Lottner hat die Krise des FC massiv verschärft. Der von Lottner trainierte Viertligist 1. FC Saarbrücken blamierte den Bundesligisten. Beim 3:2 (0:0)-Sieg trafen Christopher Schorch (53.), Gillian Jurcher (57.) und Tobias Jänicke (90.) für den für den Spitzenreiter der Regionalliga Südwest. Köln hatte durch Tore von Jonas Hector (71.) und Simon Terodde (84.) aus einem 0:2 zunächst ein 2:2 gemacht.

Die 6800 Zuschauer im ausverkauften Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen, wo der FCS aufgrund der Umbauarbeiten am heimischen Ludwigsparkstadion derzeit seine Heimspiele austrägt, sahen in den ersten Minuten keinen Klassenunterschied. Es waren sogar die Gastgeber, die das Geschehen bestimmten.

Die Kölner hatten große Probleme bei der Spielgestaltung und sorgten erst in der 15. Minute durch Jhon Cordoba für etwas Gefahr. Auch Mitte der ersten Hälfte war nichts von einer Kölner Dominanz zu sehen. Dem FC fehlte das nötige Tempo, ein konstruktives Offensivspiel fand nicht statt. Torwart Timo Horn musste in der 26.Minute bei einem Schuss von Kianz Froese in höchster Not retten.

Auf der Gegenseite hatte Dominick Drexler die Führung auf dem Fuß (29.), die zu diesem Zeitpunkt aber nicht verdient gewesen wäre. Nach 70 Sekunden des zweiten Durchgangs hätte Saarbrücken eigentlich in Führung liegen müssen. Sebastian Jacob brachte den Ball aus kurzer Distanz aber nicht im Tor unter. Besser machte es der ehemalige Kölner Schorch per Kopf nach einem Freistoß von Fanol Perdedaj. Nur vier Minuten später schraubte Jurcher am Ende eines Alleingangs das Ergebnis in die Höhe.

Erst danach wachten die Kölner auf und versuchten, die Schlagzahl zu erhöhen. Große Torchancen sprangen dabei zunächst allerdings nicht heraus. Erst Hector brach den Bann, der eingewechselte Terodde sorgte für den Ausgleich.

VfL Bochum – Bayern München 1:2 (1:0)

Cup-Verteidiger Bayern München ist nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Beim 2:1-Sieg in Bochum zeigten die Münchner lange Zeit ein schwache Leistung. Ein Eigentor von Alphonso Davies (36. Minute) hatte den Zweitligisten in Führung gebracht, die bis zehn Minuten vor Schluss hielt. Dann verhinderten Serge Gnabry (83.) und der eingewechselte Thomas Müller (89.) das Aus. In der 88. Minute sah Bochums Verteidiger Armel Bella Kotchap die Rote Karte wegen Handspiels.

Der VfL zeigte ein völlig anderes Gesicht als bei den mageren Vorstellungen zuletzt gegen Karlsruhe und in Kiel. Schon nach wenigen Sekunden hätte Simon Zoller Bochum in Führung schießen können, verzog aber aus gut 13 Metern.

Es dauerte erstaunlich lange, bis der Favorit die Partie besser in den Griff bekam. Doch als sich Danny Blum auf der linken Seite gegen Joshua Kimmich durchsetzte und scharf nach innen passte, wo Davies den Ball unbedrängt über die eigene Torlinie lenkte, jubelten plötzlich die Bochumer. Der VfL rettete mit großem Einsatz die überraschende Führung in die Pause, auch weil Gnabry (43.) frei vor Bochums Schlussmann Manuel Riemann vergab.

Bayern-Trainer Nico Kovac reagierte und brachte Robert Lewandowski für Ivan Perisic und später Coutinho für Leon Goretzka (57.) und Müller für Corentin Tolisso (64.). Am fahrigen und uninspirierten Auftritt der Münchner änderte dies jedoch zunächst wenig.

Die Bochumer gingen aggressiv, zweikampfstark und hochmotiviert ihrer Arbeit nach. Lewandowski vergab nach einer Flanke von Coman per Kopf die große Chance zum Ausgleich (69.) – dann schlugen Gnabry und der eingewechselte Müller doch noch zu.

Arminia Bielefeld - Schalke 2:3 (0:3)

Mit seinen ersten beiden Toren für seinen neuen Klub hat Benito Raman die Sturmflaute bei Schalke 04 beendet. Der Doppelpack des belgischen Neuzugangs ebnete dem lange souveränen, dann aber höchst wackligen und am Ende taumelnden Bundesligisten den Weg zum 3:2 (3:0)-Sieg beim Zweitliga-Tabellenzweiten Arminia Bielefeld.

Nach einer starken ersten Halbzeit der Schalker wurde Bielefeld deutlich aggressiver, Königsblau nachlässiger. Andreas Voglsammer überwand Schalke-Torwart Alexander Nübel - doch Abwehrspieler Salif Sane kratzte den Ball von der Linie (55.). In der Schlussphase waren immer stärker werdende Bielefelder mit etlichen Chancen – unter anderem musste Schalke ein weiteres Mal auf der Linie retten - der Verlängerung ganz nahe, Schalke rettete sich stehend k.o. ins Ziel.

Bayer Leverkusen - SC Paderborn 1:0 (1:0)

Bayer 04 Leverkusen hat seinen Oktoberfluch besiegt und das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Werkself setzte sich im Bundesliga-Duell mit dem SC Paderborn mit 1:0 (1:0) durch. Für den Pokalsieger von 1993 erzielte Lucas Alario in der 25. Minute den Treffer. Der Argentinier machte damit den ersten Pflichtspielsieg der Leverkusener in diesem Monat perfekt.

Trainer Peter Bosz muss in den beiden kommenden Heimpartien am Samstag in der Liga gegen Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach und in der Champions League am Mittwoch nächster Woche gegen Atlético Madrid aber womöglich um die Bender-Brüder bangen: Sven Bender kam gar nicht zum Einsatz, Kapitän Lars Bender musste nach einer guten halben Stunde verletzt vom Platz.

Darmstadt 98 - Karlsruher SC 0:1 (0:0)

Der Karlsruher SC ist mit einem 1:0 (0:0)-Sieg über den SV Darmstadt 98 erstmals seit 2013 wieder ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Im Duell der beiden Zweitligisten traf Angreifer Philipp Hofmann in der 85. Minute per Kopf zum Tor des Tages. Für Darmstadt war es die erste Heimniederlage nach zehn Spielen. 

Die Darmstädter waren zunächst das aktivere Team, spielten aber zu ungenau nach vorne gegen defensiv gut organisierte Karlsruher. Mit zunehmender Dauer kamen die Gäste besser in die Partie.

Hamburger SV – VfB Stuttgart 1:2 (1:1, 1:1)

Der VfB Stuttgart hat sich dank Hamadi Al Ghaddioui für das 2:6-Debakel in der Liga revanchiert und den Hamburger SV nach einem packenden Thriller aus dem DFB-Pokal geschmissen. Die Schwaben gewannen an der Elbe mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung und zogen verdient ins Achtelfinale ein.

Nicolas Gonzalez per Foulelfmeter (2.) und kurz vor Schluss dann der erst in der Verlängerung eingewechselte Al Ghaddioui (113.) trafen für die diesmal viel entschlossener auftretenden Stuttgarter zum umjubelten Weiterkommen, für den HSV hatte Aaron Hunt (16./Foulelfmeter) ausgeglichen.

SC Freiburg – Union Berlin 1:3 (1:1)

29.10.2019, DFB-Pokal, SC Freiburg - 1. FC Union Berlin: Roland Sallai (l./Freiburg) gegen Nicolai Rapp.
Roland Sallai (l./Freiburg) gegen Nicolai Rapp.
Quelle: Patrick Seeger/dpa

Der 1. FC Union Berlin steht dank eines späten Doppelpacks erstmals seit fast sechs Jahren im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der Bundesliga-Aufsteiger setzte sich beim Ligakonkurrenten SC Freiburg durch die Treffer von Joshua Mees (36. Minute), Robert Andrich (86. Minute) und Christian Gentner (90.) mit 3:1 (1:1) durch. Robin Koch hatte für den SCF den Ausgleich erzielt (45.+2).

Die Freiburger wurden der vermeintlichen Favoritenrolle nur selten gerecht. Um gegen eine tiefstehende und clever agierende Union-Defensive Chancen zu kreieren, fehlte dem Sport-Club das Tempo

MSV Duisburg - TSG Hoffenheim 0:2 (0:0)

29.10.2019, DFB-Pokal, Duisburg - 1899 Hoffenheim: Hoffenheims Torschütze zum 0:2, Sargis Adamyan (r.), jubelt mit Pavel Kaderabek (m.) und Ihlas Bebou.
Hoffenheims Torschütze zum 0:2, Sargis Adamyan (r.), jubelt mit Pavel Kaderabek (m.) und Ihlas Bebou.
Quelle: Roland Weihrauch/dpa

Die TSG 1899 Hoffenheim hat ihre Erfolgsserie im Oktober fortgesetzt. Dank des 2:0 (0:0) beim Drittligisten MSV Duisburg zog die TSG erstmals nach fünf Jahren wieder ins Achtelfinale ein. Damit kröntend ie Hoffenheimer nach zuvor drei Siegen in der Bundesliga einen für sie goldenen Oktober.

Florian Grillitsch (53. Minute) und Sargis Adamyan (59.)  erzielten die Tore für die Kraichgauer. Der MSV, der in der Auftaktrunde den Zweitligisten Greuther Fürth bezwungen hatte und in der Saison 2010/11 zuletzt im Pokalfinale stand, mühte sich vergeblich.

Quelle: SID/dpa

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