Behindertengerechter Umbau

Maßnahmen und Ansprechpartner

Das Bad muss komplett neu gestaltet werden, die Türschwellen breiter gemacht und es soll ein Hublift installiert werden. Eigentlich ein teurer Spaß, doch wer sich rechtzeitig informiert, hat Anspruch auf verschiedene Hilfeleistungen.

Nur mit der Hilfe seiner Frau und einer speziellen Treppen-Raupe kommt Uwe Letz die vier Stufen in seiner Wohnung hoch. Bis jetzt muss immer jemand da sein, der Uwe Letz rein und raus bringt. Ohne fremde Hilfe in den eigenen vier Wänden leben - das wünscht sich Letz, der wegen einer Diabetis-Erkrankung auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Wie er seine Wohnung behindertengerecht umbauen kann und wer bei der Finanzierung hilft, weiß Nicole Stäbler vom Behindertenverband Brandenburg, eine von vielen Anlaufstellen für den der Beratung braucht.

Nicole Stäbler inspiziert die Wohnung. Das größte Problem für Herrn Letz: Er kann das Bad nicht benutzen. Für den Rollstuhl ist der Türrahmen zu eng. Ihn zu vergrößern, so dass auch ein Rollstuhl durchpasst, würde ca. 1000 Euro kosten. Auch das Badezimmer ist viel zu eng. Die Beraterin meint: Es muss komplett umgebaut werden.

Umbau für cirka 20.000 Euro

Auch die Badewanne muss raus, das Waschbecken tiefer gehängt werden. Kosten für den Bad-Umbau mit einer barrierefreien Dusche - ca. 7000 Euro. Und auch so ein Hublift für Rollstuhlfahrer erleichtert das Leben - Kosten ca. 12.000 Euro.

Insgesamt 20.000 Euro also, um diese Wohnung behindertengerecht umzubauen. Uwe Letz könnte sich das nicht leisten. Er beantragt finanzielle Unterstützung. Wenn wie bei ihm eine Pflegestufe vorliegt, entscheiden über Hilfen die Pflegekasse, die Krankenkasse, das Sozialamt und das jeweilige Bundesland. In Brandenburg muss Letz nichts dazu zahlen.

Wer nicht alles finanziert bekommt, kann zusätzlich Darlehen und Zuschüsse bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen. Diese Mittel bekommen auch Menschen, die in keiner Pflegestufe sind und vorsorglich für die Zukunft die Wohnung umbauen wollen.

Uwe Letz hofft, dass die Wohnung bald nach seinen Bedürfnissen umgebaut wird. Doch bevor es soweit ist, muss er sich noch mit dem Wohnungseigentümer absprechen. Denn er muss zustimmen, ansonsten darf nichts umgebaut werden.

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