Buchtipps von Peter Twiehaus

Neuerscheinungen im Frühjahr

Alt und Jung in Großbritannien, ein vielstimmiges Familienepos und der neue Schätzing – viel Spaß beim Lesen!

Frank Schätzing hat ein neues Buch geschrieben: "Breaking News". Es ist dick wie immer - fast 1000 Seiten – hat aber ein Thema, das man von ihm nicht kennt: Israel und der Nahostkonflikt.

Egal wie brenzlig der Krisenherd, Tom Hagen liefert die Reportagen. Aber dann misslingt eine Geiselbefreiung in Afghanistan, und er ist schuld.
Verzweifelt kämpft Hagen um seinen Ruf, ohne Erfolg.

Dann ein Anruf. Jemand bietet Hagen brisante Daten über den israelischen Inlands-Geheimdienst an. Hagen wittert sein Comeback – und wird bald von mehreren Parteien gejagt.
Breaking News erzählt auch die Geschichte vom Staat Israel und seiner umstrittenen Siedlungspolitik, die besonders ein Mann fördert: Ariel Scharon.

Es passiert nicht so oft, dass ein Roman vom Fleck weg so begeistert: Ehre von Elif Shafak berührt, fasziniert und nimmt mit in eine fremde Welt.

Esma sitzt zu Hause in London. Sie bereitet das Essen vor, mit ihren Gedanken ist sie aber woanders. In ein paar Stunden wird sie einen Mann aus dem Gefängnis abholen.

In diese vier Wände werde ich ihn einsperren, zwischen dem Hass und der Liebe, die ich empfinde. Er ist mein Bruder, er, der Mörder.

Er, das ist Iskender, der seine Mutter umgebracht hat – weil sie angeblich die Familienehre beschmutzt hat.
Was nun folgt ist das Bild einer kurdisch-türkischen Familie über drei Generationen. Da ist die Großmutter Neza, die am Euphrat groß wird und nur Mädchen gebärt. Tochter Pembe will raus aus dieser Welt, in der Frauen nichts zählen.
Einfühlsam schreibt Elif Shafak vom Zusammenprall traditioneller und moderner Welten und wechselt mühelos die Perspektiven. Meisterhaft.

Das unerhörte Leben des Alex Woods von Gavin Extence - ein klasse Debüt aus Großbritannien.

Alex ist ein Außenseiter: seine Mutter ist Wahrsagerin, er lernt gerne. Als er im Badezimmer von einem Meteoriten getroffen wird, macht ihn das im Dorf berühmt – und bei den Mitschülern zum Hassobjekt.

Die meisten Dinge, die von der UN als Verbrechen betrachtet werden, sind in der Mittelstufe akzeptiert. Aber anders zu sein – das ist unverzeihlich.

Bald darauf lernt Alex Mister Peterson kennen. Der Exzentriker weckt in ihm die Liebe zum Schriftsteller Kurt Vonnegut und zur eigenen Meinung.
Das unerhörte Leben des Alex Woods ist das lustige und berührende Porträt einer Freundschaft bis ans Lebensende.

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