Die richtige Creme für das perfekte Make-Up

Farbenfreude braucht eine gute Grundlage

Farbpigmente können der Haut auf Dauer schaden. Warum Knallfarben nichts für jeden Tag sind und was beim Abschminken zu beachten ist.

Von den Farben unterscheiden sich Drogerie- von Luxusprodukten kaum. Wenn es um die Make up Trendfarben geht, sind alle Hersteller mit dabei. Auch in Sachen Verträglichkeit gibt es keine Unterschiede zwischen günstigen und teuren Produkten.

Allergietest

Etwaige Allergien können im Voraus durch einen einfachen Test ausgeschlossen werden: Drei Tage lang das Produkt in die Ellenbeuge auftragen und mit einem Pflaster abdecken. Anschließend 4 Tage warten und die Stelle beobachten. Treten keine Rötungen und Reizungen auf, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Produkt auch in der empfindlichen Augenregion angewendet werden kann. Treten Rötungen auf, gilt es das getestete Produkt zu meiden und einen Hautarzt für einen ausführlicheren Allergietest aufzusuchen.

Cremes als Grundlage

Nicht nur bei empfindlicher Haut, brauchen knallige Farben eine gute Grundlage. Dafür eignen sich Tagescremes: Je nach Jahreszeit muss diese unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Zum Frühjahr empfiehlt Natalie Garcia Bartels, Dermatologin der Berliner Charité, eine Umstellung von der reichhaltigeren Creme für den Winter zu einer leichteren Pflege. Gerade bei fettiger Haut, darf die Unterlage nicht zu reichhaltig sein, da sonst ein unangenehmer Hitzestau auf der Haut entsteht und das Make up schnell verwischt.

Trockene Haut braucht vor allem viel Feuchtigkeit. Bei Mischhaut reicht dagegen schon eine leichte Tagespflege. Vor allem helle Hauttypen sollten zudem schon im Frühjahr zu Produkten mit einem leichten Lichtschutzfaktor greifen, um dem Alterungsprozess durch Sonneneinstrahlung entgegen zu wirken. Bereits ab Anfang 20 empfiehlt die Ärztin, gegen die Hautalterung anzucremen.

Hausmittel zum Reinigen

Doch auch mit einer guten Unterlage, ist farbiges Make up nichts für jeden Tag. Pigmente trocknen die Haut auf Dauer aus. Wer sich doch einmal dafür entscheidet, darf die anschließende gründliche Reinigung nicht vergessen. Die Hautärztin empfiehlt dazu eine Reinigungsmilch. Pigmente werden gebunden und können, etwa mit einem Wattepad, leicht abgetragen werden. Für hartnäckigen Eyeliner gibt es ein einfaches Hausmittel: Einen Tropfen Sonnenblumenöl auf ein Wattestäbchen geben und damit die Schminke vorsichtig entfernen.

Empfindlichen Personen reagieren oft mit Reizungen, vor allem in der Augenpartie. Grund ist eine so genannte "Überpflege" der Haut, die durch die Anwendung von zu vielen Beauty-Produkten entsteht. Vorbeugend Pflegeprodukte und Make up erst 30 Minuten nach dem morgendlichen Gesichtwaschen auftragen. In dieser Zeit kann sich der Säureschutzmantel der Haut erneuern. Um auszuschließen, dass sich Bakterien durch Kosmetik-Schwämmchen und Pinsel verbreiten und so Hautreizungen und Unreinheiten auslösen, diese regelmäßig mit Shampoo waschen und gut trocknen lassen.

Ebenso wie Lebensmittel, sind die meisten Kosmetikprodukte außerdem mit einem Haltbarkeitsdatum gekennzeichnet. Ein Tigel mit einer Zahl gibt den Zeitraum in Monaten an, wie lange das Produkt nach dem ersten Öffnen verwendet werden kann. "Finger haben in den Tigeln und Töpfen nichts verloren", so Garcia Bartels. Sie rät, kleine Spatel und Löffel zu verwenden, um eine Verunreinigung der Produkte auszuschließen.

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