Neue Probleme bei Dopingtests

IOC besorgt wegen neuer Enthüllungen

Nachrichten | ZDF-Morgenmagazin - Neue Probleme bei Dopingtests

Das Internationale Olympische Komitee hat sich "sehr besorgt" über die Probleme mit den neuen Urin-Probenflaschen gezeigt. Der Leiter des Kölner Anti-Dopinglabors, Mario Thevis, aber geht davon aus, dass die Dopingtests bei Olympia trotzdem verlässlich …

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Video verfügbar bis 30.01.2019, 05:30

"Wir haben sofort die WADA gebeten, dafür zu sorgen, dass die Anti-Doping-Tests in Pyeongchang glaubwürdig und zuverlässig durchgeführt werden können", sagte ein IOC-Sprecher am Dienstag. Die WADA habe mitgeteilt, dass sie Kontakt zum Flaschenhersteller Berlinger hat. "Wir haben volles Vertrauen in die WADA, dass eine Lösung für dieses Problem gefunden wird", hieß es.

Wieder Dopingproben geöffnet

Vor der Eröffnung der Winterspiele am 9. Februar in Südkorea sorgen die Probleme mit den Flaschen für Verunsicherung. Die WADA war am 19. Januar vom Kölner Analyselabor informiert worden, dass die Flaschen beim Einfrieren einer Probe manuell geöffnet werden könnten. Die Behälter waren nach dem Doping-Skandal in Russland neu gestaltet worden.

Bei einer Doping-Kontrolle werden zwei Flaschen für eine A- und B-Probe genutzt. Die B-Probe wird eingefroren und nur genutzt, wenn ein Athlet die Analyse der A-Probe anzweifelt. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi waren Dopingproben russischer Athleten mit Hilfe des Inlandsgeheimdienstes FSB geöffnet und der Inhalt gegen sauberen Urin ausgetauscht worden.

"Es gibt Notfallpläne"

Der Leiter des Kölner Anti-Dopinglabors, Mario Thevis, geht davon aus, dass die Dopingtests bei Olympia trotz der Probleme mit den Urin-Probenflaschen verlässlich sein können. "Es gibt Möglichkeiten, die Integrität von Urinproben zu sichern. Das würde bedeuten, dass wir auch für Pyeongchang die Möglichkeit sehen, dass ordentliche Dopingkontrollen durchgeführt werden können", sagte Thevis im ZDF-«Morgenmagazin» am Dienstag.

Das Kölner Analyselabor hatte die WADA am 19. Januar informiert, dass die neuen Flaschen beim Einfrieren einer Probe manuell geöffnet werden könnten. Die Behälter waren nach dem Doping-Skandal in Russland neu gestaltet worden. Weniger als zwei Wochen vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang am 9. Februar sorgen die neuen Probleme für Verunsicherung. "Es gibt Notfallpläne", sagte Thevis im Hinblick auf Gerechtigkeit bei den Dopingproben. Für diese Pläne sei es aber "zu früh", fügte er an. Der Verschluss der neuen Flaschen sei ein "Problem, dass es unbedingt in den Griff zu kriegen gilt", betonte Thevis. Er sagte: "Nichtsdestotrotz muss man festhalten, dass wahrscheinlich kein System manipulationssicher sein kann."

Startrecht unter neutraler Flagge

Als Konsequenz aus den Doping-Manipulationen ist das russische Nationale Olympische Komitee von den Pyeongchang-Spielen suspendiert worden. Das IOC gewährt jedoch 169 individuell geprüften russischen Sportlern das Startrecht unter neutraler Flagge und als «Olympische Athleten aus Russland».

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