Filmtipps von Peter Twiehaus

Wir erschaffen die Welt des Traumes

Streng genommen nicht ganz legal

Regisseur Christopher Nolan wurde jüngst von einer Zeitung das Prädikat "Autorenfilmer für Kassenschlager" aufgedrückt, und es stimmt. Der Brite steht für Blockbuster mit Hirn, aufregendes, innovatives Kino, das die Massen lockt. Mit "Batman-The Dark Knight" ist ihm das eindrucksvoll geglückt: ein weltweites Einspiel von 1 Milliarde Dollar steht für sich. Seitdem genießt er in Hollywood Narrenfreiheit. Wie sonst kann man verstehen, dass er für sein neues Werk "Inception" locker 160 Mio. Dollar ausgeben durfte.


Dabei klingt die hochkomplexe Geschichte so gar nicht nach lockerem Unterhaltungskino: Es geht um Träume, Unterbewusstsein, verdrängte Schuldkomplexe. Leonardo di Caprio spielt Dom Cobb, ein Traumdieb, ein Meister der Hirnspionage. Er kann in die Träume anderer Menschen eindringen und so ihre Geheimnisse stehlen. Das hat ihn reich gemacht uch zum Ausgestoßenen. Das FBI sucht ihn.


Cobb darf nie in seine Heimat USA zurück. Da trifft er den Geschäftsmann Saito. Der will Ungewöhnliches: Cobb soll kein Geheimnis stehlen, sondern eine schlechte Idee in den Kopf eines Konkurrenten einpflanzen. Dafür bekommt er internationale Immunität, sprich: Der Traumfänger kann endlich nach Hause zurück. Er nimmt an und stellt ein Team zusammen.


"Inception" - auf Deutsch: "Zu Anbeginn" - ist ein hochkomplexes Stück Kino, ein Actionfilm, der virtuos mit dem Unbewussten spielt, ohne sich dabei in seinen vielen Wirklichkeitsebenen zu verlieren - zudem visuell atemberaubend!

Aufruhr in der Spielzeugkiste

Achtung Kinder!

11 Jahre nach dem zweiten Teil hat das geniale Animationsstudio PIXAR die Spielzeugkiste ausgepackt und Cowboy Woody, Space Ranger Buzz Lightyear und Schweinchen Specki wieder zum Leben erweckt. Ihr Besitzer Andy ist mittlerweise 17 Jahre alt und macht sich auf den Weg ins College. Spielsachen stören da nur, also sortiert er sie aus - und die einstigen Lieblinge der Kindheit landen im Kindergarten Sunny Side.


Dort scheint alles wie im Paradies zu sein. Die Spielsachen sind nett, Kinder sind auch da - und Barbie trifft auf ihren Traummann. Schon bald erleben die Freunde aber ihr blaues Wunder: Die Kids sind asoziale Blagen und der kuschelige Bär erweist sich als böser Tyrann. Die Devise lautet fortan: Nichts wie weg aus dieser Spielzeughölle! Das ist nicht so einfach, denn der Kindergarten ist ein veritables Gefängnis. Nicht jedoch für Buzz Lightyear.


Toy Story 3 ist ein brillantes Kinovergnügen: Die Geschichte über Freundschaft und Füreinanderdasein ist witzig und anrührend, die Figuren originell und mit Gesichtern voller Emotionen. Fünf Oscars haben die PIXAR-Leute bereits eingeheimst für ihre phantasievollen Filme - vielleicht steht bei ihnen bald schon der sechste im Regal!

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet