Filmtipps von Peter Twiehaus

Das erwartet die Kinobesucher ab Donnerstag: "Ondine - Das Mädchen aus dem Meer" und "Wall Street: Geld schläft nicht"

In seiner Krimiromanze erzählt Regisseur Neil Jordan die Geschichte des irischen Fischers Syracuse. Ihm geht ein hübsches Mädchen ins Netz, in das er sich leidenschaftlich verliebt. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Michael Douglas als Börsenhai Gordon Gekko in "Wall Street: Geld schläft nicht", inszeniert von Hollywood-Legende Oliver Stone.

Ondine - Das Mädchen aus dem Meer

Regisseur Neil Jordan hat wieder einmal einen Film in seiner Heimat Irland gedreht. Colin Farrell spielt in Ondine - Das Mädchen aus dem Meer den Fischer Syracuse. Der ist ein wortkarger, einsamer Kerl, der seine nierenkranke Tochter über alles liebt.

Eines Tages zieht er mit seinem Netz eine junge Frau aus dem Wasser, halberfroren und völlig verängstigt. Die Frau sagt ihren Namen nicht und auch nicht, wie sie im Wasser gelandet ist. Der Fischer hilft ihr trotzdem und versteckt sie in einer einsamen Hütte. Am nächsten Tag erzählt er seiner Tochter von der Rettung der seltsamen Frau. Das Mädchen glaubt, dass sie ein Fabelwesen aus dem Meer ist, eine Robbenfrau. Als sie sich kennen lernen, freunden sich die beiden an, und die Frau verrät ihren Namen: Ondine. Doch bald bricht in der irischen Idylle die harte Realität ein.

Der Film ist eine märchenhafte Liebesgeschichte, die zum Krimi wird. Die hervorragenden Schauspieler, die magischen Bilder von Christopher Doyle und die behutsame Inszenierung von Neil Jordan machen ihn zu einem poetischen Kleinod.

Wall Street: Geld schläft nicht

Wenn es eine Paraderolle für Michael Douglas gibt, dann ist das die des Gordon Gekko aus ¿Wall Street¿. 1987 bekam Douglas dafür den Oscar als Bester Hauptdarsteller und noch heute sprechen ihn die Menschen auf diese Rolle am häufigsten an. Nach 23 Jahren wird Michael Douglas erneut zu Gordon Gekko, wieder unter der Regie von Oliver Stone.

Der Film spielt im Jahr 2008, kurz vor dem weltweiten Crash der Banken. Acht Jahre saß Gordon Gekko wegen Insiderhandels im Gefängnis. Als er rauskommt, hat sich die Welt verändert. Das Geschäft wird nicht mehr von einzelnen Männern wie Gekko bestimmt, sondern von globalen Firmenimperien. Die zweite Hauptfigur ist der erfolgreiche Aktienhändler Jake, gespielt von Shia LaBoeuf. Dessen Leben bekommt Risse, als das Unternehmen seines Mentors vor einer feindlichen Übernahme steht. Jake will sich an der verantwortlichen Firma rächen und sucht Hilfe bei Gordon Gekko. Der sagt zu, denn Jake hat einen Trumpf in der Hand: er ist mit Gordons Tochter verlobt, die jede Verbindung zum Vater abgebrochen hat. Doch der durchtriebene Finanzhai treibt ein doppeltes Spiel.

"Wall Street: Geld schläft nicht" ist sauber recherchiert und gut gespielt. Aber der Biss des Vorgängers fehlt, und das süßliche Ende ist fast ärgerlich. Dafür ist Michael Douglas in Topform.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet