Gute Geldquelle für Studenten

Über 2200 Stiftungen und viele Unternehmen vergeben Stipendien

812 Euro braucht der deutsche Durchschnittsstudent im Monat. Das hat das Deutsche Studentenwerk ermittelt. Den Großteil zahlen die Eltern. Zwei Drittel der Studenten arbeiten zusätzlich neben dem Studium und ein Viertel erhält BAföG. Ordentlich sparen kann man mit einem Stipendium: Im Gegensatz zum BAföG muss man es nicht zurückzahlen.

Studenten im Hörsaal
Studenten im Hörsaal Quelle: dapd

Deutschlandstipendium

Größter Stipendiengeber sind die zwölf sogenannten Begabtenförderwerke, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert werden. Dazu gehören politische, kirchliche, eine arbeitgeber- und eine arbeitnehmernahe, sowie eine unabhängige Stiftung. 150 Euro im Monat erhalten alle Stipendiaten. Je nach Einkommen der Eltern kommen noch einmal bis zu 597 Euro monatlich dazu. Außerdem gibt es Zuschüsse für Auslandsaufenthalte oder den Krankenkassenbeitrag. Seit knapp einem Jahr gibt es das Deutschlandstipendium, mit dem langfristig die besten acht Prozent aller Studenten in Deutschland unterstützt werden sollen. Das Stipendium vergeben die Universitäten. Sie bekommen die Hälfte der Mittel vom Bund. Die andere Hälfte müssen sie selbst von Unternehmen und privaten Geldgebern einwerben. 300 Euro erhalten alle Stipendiaten monatlich. Das Besondere: Wer BAföG bekommt, darf es bei diesem Stipendium zusätzlich behalten.

Unternehmen und kleine Stiftungen

Mehr als 2200 Stiftungen und viele Unternehmen vergeben ebenfalls Stipendien an Studenten. Die Unterstützung variiert zwischen 100 Euro und teilweise 1000 Euro oder mehr im Monat. Um die Studenten früh an sich zu binden, bieten viele Unternehmen ihren Stipendiaten die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren oder ihre Abschlussarbeit in Zusammenarbeit mit der Firma zu schreiben. Kleine Stiftungen und Unternehmensstipendien sind oft auf eine bestimmte Region oder ein Studienfach begrenzt. Um das passende Stipendium zu finden, muss man mehr Recherchezeit einplanen als bei den großen Stiftungen. Dafür gibt es hier dann oft auch weniger Bewerber.

Voraussetzungen

Doch welche Voraussetzungen müssen Studenten mitbringen? "Es ist schon von Vorteil, wenn Sie ein Einserkandidat sind, aber darüber hinaus zählen auch andere Kriterien, z.B. der soziale Hintergrund", sagt Anke Pätsch, Pressesprecherin des Bundesverbands Deutscher Stiftungen. "Man kann aus einem nicht-akademischen Haushalt gute Chancen haben, oder mit Migrationshintergrund. Wichtig ist in zunehmendem Maße das gesellschaftliche Engagement." Da besonders die zwölf Begabtenförderwerke viele Bewerber haben, rät Anke Pätsch dazu, sich zunächst auf ein kleines, unbekanntes Stipendium zu bewerben. Damit habe man dann bessere Karten bei der Bewerbung für ein größeres Stipendium. Denn teilweise können Studenten mehrere Stipendien kombinieren.

Bewerbungsfristen

Bei den Begabtenförderwerken kann man sich für ein Studienstipendium in der Regel bis Ende des zweiten Semesters bewerben. Kleine Stiftungen und Unternehmen haben eigene Richtlinien. Über die Vergabe der Deutschlandstipendien entscheidet die jeweilige Universität. Einige Stiftungen haben zwei feste Bewerbungstermine im Jahr. Bei anderen kann man sich laufend bewerben.

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