Mit Solidarität und Eigenleistung zum eigenen Heim

Baugemeinschaften gewinnen an Attraktivität

Gemeinsam haben sie Erfolg: Baugemeinschaften sind der Weg vor allem für junge Familien, um in Städten billig bauen zu können. Ob Reihen- und Mehrfamilienhaus oder Stadtvillen ¿ in den letzten Jahren hat der Trend zum gemeinsamen Bauen zugenommen..

Am Anfang geht es darum, Gleichgesinnte zu finden. Zuerst sind es Freunde, dann aber finden sich oft durch Mund-zu-Mund Propaganda mehr Interessierte. Auch Internetportale können Bauinteressierten helfen, zu einander zu kommen.Viele erfolgreiche Projekte sind von Architekten initiiert, sie wissen zumeist wie man es macht: Planen und bauen.

Neben dem späteren gemeinsamen Leben, geht es zuerst einmal darum, beim Bauen Geld zu sparen. Denn wer eine Wohnung von der Stange kauft, muss mit hohen Erwerbsnebenkosten rechnen für die Baugesellschaften und Immobilienunternehmen. Die Baugemeinschaft kauft zuerst das Grundstück und beauftragt dann selbst einzelne Unternehmen mit dem Bau. Hier läßt sich sehr viel sparen.

Sparpotential

Baugemeinschaften, so Experten, kommen etwa 15 bis 20 Prozent günstiger weg, wenn sie keinen Bauträger haben. Im Schnitt spart man so mehr als 50 000 Euro. Das ist vor allem für junge Familien interessant, die in der Stadt bleiben wollen und sich ihre Nachbarn aussuchen möchten.

Wer sich für dieses Model entscheidet, der muss viel Zeit mitbringen, denn zuerst einmal müssen die unterschiedlichen Vorstellungen unter einen Hut gebracht werden. Aber oft gibt es unter den Bauwilligen auch lange Diskussionen um Details: Aus welchem Material sollen die Fahrradständer sein? Welche Farbe bekommt die Fassade? Und auch ein gewisses Risiko gehört dazu: Wer weiß am Ende, was auch finanziell auf einen zukommt?Mittlerweile gibt es auch da Spezialisten: Berater, die den Baugemeinschaften auf allen Wegen helfen. Sie strukturieren den Prozess und koordinieren als Baubetreuer die Arbeit von Architekten oder Handwerkern. Im Gegensatz zum Bauträger, der in Vorleistung geht, bleiben die Baugemeinschaften Herr des Projektes.

Einige Städte wie Berlin haben das Potential der Baugemeinschaften erkannt. Sie informieren und fördern die zukünftigen Bauherren und weisen große Wohnungsbaugebiete dafür extra aus.

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