Bayern verärgert gen Gladbach

Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (l.) führt Thiago verletzt vom Platz.

Nachrichten | ZDF-Morgenmagazin - Bayern verärgert gen Gladbach

Trotz eines 2:1-Sieges in Anderlecht erlebt der FC Bayern zum ersten Mal seit Jupp Heynckes‘ Amtsübernahme einen Stimmungsabfall. Gründe sind: Es war der bisher schwächste Auftritt unter Heynckes - und die Verletzungen von Thiago und Arjen Robben.

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Robben stapfte als einer der ersten Münchner mürrisch und leicht humpelnd aus der Kabine, äußern wollte er sich nicht. Abgesehen von seiner Verletzung, wegen der er kurz nach der Pause ausgewechselt werden musste, wäre der Flügelspieler vermutlich zu einem ähnlichen Befund gekommen wie Jérôme Boateng.

Der Innenverteidiger sprach nach dem 2:1 (0:0)-Sieg des FC Bayern im Gruppenspiel der Champions League beim RSC Anderlecht von "unserem schlechtesten Spiel seit langem". Er sagte im ZDF: "Damit kann man nicht zufrieden sein, das ist nicht unser Anspruch. Wir haben die erste Halbzeit komplett verpennt und am Ende glücklich gewonnen."

Trainerschelte

Auch sein Trainer Jupp Heynckes bemängelte das "schlechte Spiel" seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit: "Es war kein Ruhmesblatt" sagte er, was bei Heynckes schon einem strengen Tadel gleichkommt.

Wirklich aufhellen konnte der Sieg auch die Laune von Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht. Vor allem wegen der Verletzungen von Robben und Thiago Alcántara.

Muskelteilriss bei Thiago

Die beiden sind am Donnerstag zusammen mit Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt nach München gereist, wo weitere Untersuchungen auf dem Programm standen. Am Abend ließ der Rekordmeister verlautbaren, dass sich Thiago einen Muskelteilriss zuzog. Der Spanier fällt für "längere Zeit" aus, so der FCB. Wie lange, ließ der Klub offen.

Weniger schlimm sieht es bei Arjen Robben aus. Beim Niederländer wurde ein "kleiner Muskelfaserriss" diagnostiziert. Fürs Bundesliga-Topspiel am Samstag, 18.30 Uhr, bei Borussia Mönchengladbach wird er ausfallen.

Thiago fehlt "längere Zeit"

Auf ihrer Internetseite gaben die Münchner zumindest eine Prognose für die Ausfalldauer, wenngleich ohne nähere Diagnose zu Thiagos Oberschenkelblessur. "Der FC Bayern muss längere Zeit auf Mittelfeldspieler Thiago verzichten", hieß es.

Über die minimale Chance auf den Gruppensieg sprachen die Bayern nur ungern. Was für ein Spiel es werde am 5. Dezember in München, wenn der Tabellenführer Paris Saint-Germain mit der Empfehlung des Torrekords von 24 Treffern in fünf Gruppenspielen vorstellig werde, wurde Salihamidzic gefragt. "Das ist mir total egal, ich kann jetzt über Paris überhaupt nicht nachdenken. Ich habe andere Probleme", antwortete der Sportdirektor.

Spielerschwund

Gemeint war wohl, dass den Bayern langsam die Spieler ausgehen. Neben Thiago und Robben fallen auch Manuel Neuer und Franck Ribéry bis auf weiteres aus. In Anderlecht fehlten zudem die angeschlagenen oder noch nicht wieder fitten Thomas Müller, David Alaba, Kingsley Coman und Rafinha. Und um Gruppensieger zu werden, muss Bayern die Pariser mit mindestens vier Toren Unterschied schlagen.

Fürs Spiel in Mönchengladbach hoffen die Münchner, dass sich bis dahin einige verletzte Spieler zurückmelden.

Am Donnerstag reisten die Bayern von Brüssel aus weiter an den Niederrhein, und immerhin zwei Spieler aus der Belegschaft konnten den kurzen Trip durchaus vergnügt antreten.

Ulreich ein "überragender Rückhalt"

Zum einen Neuers Vertreter Sven Ulreich, der mit mehreren Paraden seine stabile Form bestätigt hatte. "Er hält seit Wochen richtig gut", lobte Hummels, der 29-Jährige erweise sich zudem als "überragender Rückhalt", der "schon einige Punkte gerettet" habe und "nun auch die Anerkennung bekommt, die er verdient".

Zum anderen konnte auch Marco Friedl, 19, zufrieden aus Brüssel abreisen, nachdem er als Linksverteidiger ein ordentliches Profidebüt gegeben hatte. "Es war in Ordnung", sagte der Österreicher, "im Großen und Ganzen war meine Leistung okay". Das konnte er als einer der wenigen Münchner behaupten.

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