Wau-Wau-Spione und Beziehungen

Filmtipps von Peter Twiehaus

Bei dem Spionagefilm "Cats and Dogs" kommen 007 Fans voll auf den Hund. Fast alle Tiere im Film sind real. Eher was für Erwachsene ist der gefühlsvolle französische Liebesfilm "Mademoiselle Chambon".


Cats and Dogs - Die Rache der Kitty Kahlohr

Was wir Menschen nicht wissen: Unsere Haustiere sind intelligenter als gedacht. Katzen und Hunde pflegen eine Parallelwelt und schützen mit ihren Agentenorganisationen die Welt davor, ins Chaos zu stürzen. Das war schon die Idee im ersten Teil des Tierabenteuers von 2001.

Diesmal steht ein nicht ganz so heller Schäferhund im Mittelpunkt: Diggs, ein Polizeihund vom Dienst suspendiert. Genau der wird - warum auch immer - als Agent ausgesucht und landet mitten in der unterirdischen Hauptquartier der Wau-Wau-Spione. Dort werden in bester 007-Manier die technischen Spielereien getestet und die Welt vor dem Chaos gerettet. Genau das soll der trottelige Schäferhund tun, denn es gibt eine fiese Mieze zu bekämpfen: Kitty Kahloh will die Hunde vernichten und damit die ganze Welt unterwerfen. Das können Bello und Co nicht auf sich sitzen lassen. Es beginnt eine tierische Agentenjagd.

Fast alle Tiere im Film sind real. Rund 100 Katzen und Hunde wurden dafür dressiert. Jedes Tier hatte seinen eigenen Trainer, der es am Set zu den richtigen Bewegungen animierte. Zu viele Trainer am Set irritierten aber die Hunde. Massenszenen wie diese wurden also mehrfach gedreht und dann am Computer zusammengefügt. Cats and Dogs zitiert mit Genuss Filmklassiker wie Das Schweigen der Lämmer oder Die Hard. Das ist wohl ein Tribut an die Erwachsenen. Die werden trotzdem sanft entschlummern, während ihre Kinder die technisch perfekte Haustieraction lieben werden!



Mademoiselle Chambon

Manchmal sind es die einfachen Geschichten, mit einfachen Mitteln erzählt, die einen besonders beeindrucken. Ein solcher Film ist Mademoiselle Chambon (César 2010 für das beste Drehbuch). Zwei bekannte Filmschauspieler glänzen in den Hauptrollen: Sandrine Kiberlain und Vincent Lindon.

Der spielt Jean, einen Handwerker, glücklich verheiratet, ein wortkarger Mann, der seinen Sohn über alles liebt. Als er ihn abholt, lernt er die neue Lehrerin Veronique Chambon kennen. Sie bittet ihn einmal vor den Schülern von seinem Beruf zu erzählen. Jean sagt zu, der Unterricht wird ein Erfolg. Der Maurer erzählt so, wie es die Kinder mögen: einfach und klar. Und auch die neue Lehrerin mag ihn.

Sie bittet um Hilfe: Ein Fenster ist kaputt, Jean soll es reparieren. Als Gegenleistung spielt sie ihm auf der Geige vor.´Die Musik öffnet etwas in dem einfachen Handwerker. Er fühlt sich zu ihr hingezogen, doch dieses Gefühl darf nicht sein. Auch Mademoiselle Chambon verbietet sich Berührungen ¿ zuerst. Denn sie denkt darüber nach, ihren Vertrag an der Schule zu verlängern.

Mademoiselle Chambon lebt ganz von Blicken und Gesten, erzählt in einem ruhigen, ganz eigenen Rhythmus von zwei Menschen, die sich angezogen fühlen und sich verbieten, dieses Gefühl zu leben. Tief berührend und mit zwei phantastischen Hauptdarstellern!

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