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Armutsbetroffen - selbst schuld?

Krieg und Inflation lassen die Preise steigen – mit drastischen Folgen für arme Menschen. Braucht es mehr Hilfe vom Staat? Bei ZDFheute live prallen zwei Sichtweisen aufeinander.

Videolänge:
44 min
Datum:
30.06.2022
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.06.2023

Unterstützung von Armen in Krisenzeiten – Was passiert bei ZDFheute live?

Beide haben den Aufstieg geschafft und trotzdem völlig gegensätzliche Ansichten zu Armut in Deutschland: Sozialunternehmerin Emitis Pohl, die als Flüchtlingskind allein nach Deutschland kam, und Sarah-Lee Heinrich, die Bundessprecherin der Grünen Jugend ist als Tochter einer alleinerziehenden Mutter mit Hartz IV aufgewachsen. Bei ZDFheute live streiten sie darüber, ob Armutsbetroffene mehr Hilfe vom Staat brauchen. Denn die Inflation in Deutschland lag im Juni bei 7,6 Prozent, Lebensmittel sind sogar fast elf Prozent teurer geworden. Dabei steigt der Mindestlohn, die Grundsicherung aber kaum.

Sarah-Lee Heinrich fordert mehr Hilfen, aber auch höhere Steuern für Reiche. Emitis Pohl hat ihre Werbeagentur aufgegeben und unterstützt jetzt Frauen aus benachteiligten Verhältnissen mit ihrem Verein seiSTARK. Trotzdem warnt sie vor Hartz-IV-Empfängern, die das System ausnutzen und faul würden, und fordert für sie härtere Sanktionen.

Reichen Energiepauschale, Einmalzahlungen für Hartz-IV-Empfänger, Sofortzuschlag für armutsbetroffene Kinder, Tankrabatt und 9-Euro-Ticket als Hilfen vom Staat? Oder müssen Reiche und Unternehmen jetzt mehr zurückgeben - über einen höheren Spitzensteuersatz, mehr Erbschaftssteuer oder eine Übergewinnsteuer?

Was wird die Erhöhung des Mindestlohns bringen?

Ein Vorhaben der Bundesregierung ist es, den Mindestlohn bis zum 1. Oktober auf 12 Euro anzuheben. Rund 6,2 Millionen Menschen könnten davon profitieren – vor allem Frauen und Arbeitnehmer aus Ostdeutschland. Doch welche Bedeutung wird ein höherer Mindestlohn haben? Im Interview mit dem ZDF spricht Armutsforscher Prof. Christoph Butterwegge von der Uni Köln von einem "Meilenstein im Kampf gegen die Armut". Allerdings kritisiert er, dass die Erhöhung aufgrund der Inflation kaum spürbar sein werde. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte bereits im September 2017 einen Mindestlohn von 12 Euro gefordert. Im Jahr 2022 ist die Summe "sehr viel weniger wert", so Butterwegge.

Mit Material von dpa, afp und ZDF.

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