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AKW in der Ukraine unter Beschuss

In den vergangenen Tagen gab es einige Angriffe auf das AKW Saporischschja, für die sich Russland und die Ukraine gegenseitig verantwortlich machen. Droht eine atomare Katastrophe?

Videolänge:
33 min
Datum:
08.08.2022
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 08.08.2023

Kämpfe um das Atomkraftwerk Saporischschja - Was passiert bei ZDFheute live?

Der Krieg in der Ukraine wird weiter mit voller Härte geführt. Am Wochenende ist das Atomkraftwerk Saporischschja beschossen worden – das größte AKW Europas. Eine Hochspannungsleitung wurde offenbar beschädigt, ein Reaktor daraufhin heruntergefahren. Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig, für die Angriffe verantwortlich zu sein. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht.

Im Westen wächst die Sorge um die Sicherheit des Kraftwerks. Die Angriffe auf das Atomkraftwerk sind laut Experten ein Spiel mit dem Feuer. Die Internationalen Atomenergiebehörde warnt vor dem Risiko einer atomaren Katastrophe.

Noch sei glücklicherweise keine Radioaktivität ausgetreten, teilte der ukrainische Kraftwerksbetreiber Energoatom mit. Das Risiko sei aber unvermindert groß, da jederzeit weitere Bombardements folgen könnten. 

Wie sicher sind die ukrainischen Reaktoren angesichts des Krieges und was könnte passieren, wenn sie getroffen werden? Darüber spricht ZDFheute live mit Sebastian Stransky von der Gesellschaft für Reaktorsicherheit und Egon Ramms, ehemaliger NATO-General. 

Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung

Das Atomkraftwerk im Südosten der Ukraine wurde wenige Tage nach Beginn des Angriffskriegs von Russland eingenommen und fungiert seitdem als russische Militärbasis. Dabei wird die Anlage trotz russischer Kontrolle weiterhin von ukrainischen Mitarbeiter*innen betrieben, was unweigerlich zu Spannungen führt.

Laut russischen Angaben beobachten das Militär und Vertreter der russischen Atomaufsicht die Anlage vor Ort. Demnach verlaufe der Betrieb des mehrfach beschossenen ukrainischen Atomkraftwerks normal.

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Rafael Grossi betont "die sehr reale Gefahr einer nuklearen Katastrophe, die die öffentliche Gesundheit und die Umwelt in der Ukraine und darüber hinaus bedrohen könnte". Er fordert Russland und die Ukraine auf, eine IAEA-Experten-Mission in der Atomanlage zuzulassen. Eine derartige unabhängige Untersuchung sei dringend notwendig, um einen Überblick über den Zustand des AKWs gewinnen zu können und die nukleare Sicherheit vor Ort zu stabilisieren.

Bei einer Gedenkfeier zum 77. Jahrestag des Atombombenwurfs auf Hiroshima verurteilte UN-Generalsekretär António Guterres jegliche Angriffe auf Atomanlagen als "selbstmörderisch" und forderte ebenfalls beide Konfliktparteien dazu auf, der IAEA Zutritt zu dem Kraftwerk zu gewähren.

Jedweder Angriff auf ein Atomkraftwerk ist eine Selbstmordaktion.
UN-Generalsekretär António Guterres

Mit Material von DPA, AFP, AP und Reuters

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