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Johnson tritt als Tory-Chef zurück

Nach Skandalen und Rücktritten in seinem Kabinett hat Boris Johnson die Konsequenzen gezogen: Er ist als Parteichef der Tories zurückgetreten. Als Premier bleibt er vorerst im Amt.

Videolänge:
26 min
Datum:
07.07.2022
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.07.2023

Rücktritt des britischen Premierminister? - Was passiert bei ZDFheute live?

Der britische Premierminister Boris Johnson gibt dem Druck seiner Partei nach: Der Regierungschef erklärte am Donnerstag seinen Rücktritt als Parteivorsitzender. Das sei der eindeutige Wille der Partei. Er wolle aber als Premierminister im Amt bleiben, bis ein neuer Parteichef gewählt ist. Er habe nach den zahlreichen Rücktritten aus Protest gegen seine Amtsführung ein neues Kabinett gebildet.

Johnson sagte in einem Statemet vor seinem Amtssitz, er sei äußerst stolz auf die Leistungen seiner Regierung. Doch in der Politik sei niemand unersetzbar. Der neue Parteichef der Konservativen wird voraussichtlich noch im Sommer gewählt und dann Johnson auch als Premierminister ablösen.

ZDFheute live berichtet über das Statement im Vereinigten Königreich, ZDF-Korrespondent Andreas Stamm ist live vor Ort.

Rücktritt mehrerer Amtsträger

Aus Protest gegen Johnsons Amtsführung legten in den vergangenen Tagen mehr als 30 konservative Amtsträger ihre Posten nieder. Sie zogen damit die Konsequenzen aus einer Reihe von Skandalen innerhalb der Regierung und der konservativen Tory-Partei. 

Am Mittwoch reichte ein Abgeordneter aus Johnsons Partei einen Antrag auf ein neues Misstrauensvotum gegen den Regierungschef ein. Die Opposition forderte umgehende Neuwahlen.

Johnson hatte sich bisher immer wieder aus schier ausweglosen Skandalen herausgewunden, zuletzt aber immer mehr an Rückhalt verloren.

Zuletzt geriet er in die Kritik, weil er einen Abgeordneten auf einen Fraktionsposten gehievt hatte, gegen den es Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gab. Johnson leugnete zunächst, von früheren Vorwürfen gegen Chris Pincher gewusst zu haben, räumte dann allgemeine Kenntnisse ein, um schließlich erklären zu lassen, er sei persönlich informiert worden, habe das aber wieder vergessen. Er entschuldige sich für die Berufung Pinchers, im Rückblick sei es die falsche Entscheidung gewesen.

Mit Material von ZDF und ap

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