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45.000 Zuschauer trotz Delta-Variante

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45.000 Zuschauer trotz Delta-Variante

Das EM-Achtelfinalspiel England vs. Deutschland soll in Wembley vor 45.000 Zuschauern stattfinden – trotz der grassierenden Corona-Delta-Variante. ZDFheute live ordnet ein.

22 min
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24.06.2021
24.06.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.06.2022

EM-Achtelfinale in London: Was passiert bei ZDFheute live?

Das Auswärtige Amt hat wegen der sehr ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus Großbritannien als Risikogebiet eingestuft. Dennoch soll das Spiel Deutschland gegen England im Londoner Wembley-Stadion stattfinden – und das vor 45.000 Zuschauern. Die Europäische Fußball-Union UEFA und die britische Regierung hatten sich am Dienstag darauf geeinigt, für die beiden Halbfinals und das Endspiel 75 Prozent der Zuschauer-Kapazität auszuschöpfen.

Ich verstehe nicht, warum Premierminister Boris Johnson das zulässt. Ich halte das für Populismus und kann nur von Reisen zu den Spielen abraten. Schon ein Geimpfter, der die Abstandsregeln einhält und dort ins Stadion pilgert, geht ein begrenztes Risiko ein.
Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes

Für die deutschen Fans wird vor der Einreise ein negativer PCR-Test benötigt, ebenso an Tag zwei und fünf Tage nach der Ankunft. Erst dann kann die geltende Quarantänepflicht in England frühzeitig beendet werden. Da aber das Achtelfinale bereits am kommenden Dienstag stattfindet, käme eine Einreise ab Freitag bereits zu spät. Dazu schreibt die deutsche Regierung eine 14-tägige Quarantäne nach der Heimreise vor.

Laut englischen Medien wird erwartet, dass der DFB nur 2.000 der 10.000 zur Verfügung gestellten Tickets in Anspruch nehme und diese an in England lebende Deutsche verkaufe, denn rund 300.000 Deutsche leben in Großbritannien, davon 50.000 im Großraum London.

Wie gefährlich ist das Fußball-Event mit so vielen Zuschauern für die Verbreitung der Delta-Variante? ZDFheute live spricht über die Lage in London mit ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann und Virologe Dr. Martin Stürmer. Wir klären Fragen zur möglichen Infizierung mit der Corona-Delta-Variante und deren Auswirkung.

Was unterscheidet die Delta-Variante des Coronavirus von vorherigen Mutationen?

Weltweit verbreitet sich die Delta-Variante des Coronavirus. Sie macht bereits mehr als 95 Prozent der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien aus und verbreitet sich auch in Deutschland. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Mittwoch lag der Anteil der Delta-Variante an allen genauer untersuchten Corona-Infektionen in hierzulande in der Woche vom 7. bis 13. Juni bei 15,1 Prozent. Die Woche davor waren es noch acht Prozent. In bereits 16 Bundesländern sei die Variante nachgewiesen.

Erstmals trat sie in Indien auf und wurde als „besorgniserregend“ eingestuft, da sie ansteckender ist als die Ursprungsform des Virus Sars-CoV-2. Der Impfschutz nach einer Erstimpfung ist bei der Delta-Variante deutlich geringer, als bei der früher aufgetretenen Alpha-Variante.

Laboruntersuchungen zeigen, dass die Delta-Variante offenbar resistenter gegen Impfstoffe ist, als vorherige Varianten. Eine britische Studie, welche die Fachzeitschrift „The Lancet“ Anfang Juni veröffentlicht hat, besagt, dass die Zahl der Antikörper nach zwei Impfdosen von Biontech/Pfizer bei der Delta-Variante sechs Mal niedriger ausfiel als beim ursprünglichen Virustyp. Dennoch lassen sich laut einer Mitte Juni vorgestellten Studie der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) schwere Krankheitsverläufe ebenso wirksam vermeiden, wie bei der Alpha-Variante.

Zum Glück sehen wir jetzt, und das sind die Zahlen aus England, dass sich die Delta-Variante höchstwahrscheinlich etwas leichter übertragen lässt, aber die Erkrankungsschwere scheint vierfach geringer zu sein.
Klaus Stöhr, Virologe

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(Mit Material von SID und AFP)

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