ZDFheute live

Lauterbach und Rüddel im Streitgespräch

ZDFheute live

Lauterbach und Rüddel im Streitgespräch

Lauterbach und Rüddel im Streitgespräch

 

Sie sind hier:

Lauterbach und Rüddel im Streitgespräch

Ab 1. November erhalten Ungeimpfte keinen Lohn mehr, wenn sie in Quarantäne müssen. ZDFheute live diskutiert mit Karl Lauterbach (SPD) und Erwin Rüddel (CDU) über den Beschluss.

Videolänge:
33 min
Datum:
22.09.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 22.09.2022

Keine Impfung, kein Lohn bei Quarantäne - Was passiert bei ZDFheute live?

Ab 1. November erhalten Ungeimpfte keine finanzielle Unterstützung vom Staat, wenn sie in Quarantäne müssen - darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern geeinigt. Betroffen sind hiervon nur Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich impfen lassen könnten. Die Frist wurde gewählt, "weil bis dahin jeder die Chance gehabt hat zur Zweitimpfung", so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Warum sollen andere dafür zahlen, dass jemand für sich entscheidet, sich nicht impfen zu lassen.
Bundesgesundheitminister Jens Spahn

ZDFheute live diskutiert mit den beiden Gesundheitsexperten Karl Lauterbach (SPD) und Erwin Rüddel (CDU) über die Entscheidung von Bund und Ländern. Außerdem mit dabei ist ZDF-Rechtsexperte Felix Zimmermann, er ordnet den Beschluss juristisch ein. 

Natürlich kann man versuchen, so auf Ungeimpfte Druck zu machen. Es kann aber bedeuten, dass keiner mehr Kontaktpersonen nennt und sich Kontakte unter Falschnahmen eintragen. Infizierte Kontakte und die Pandemie gehen in den Untergrund.
Karl Lauterbach über Twitter

Wieso gibt es eine Diskussion zum Thema Lohnfortzahlung bei Quarantäne?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bezeichnete die Entscheidung als eine "Frage der Fairness".

Grundsätzlich haben Beschäftigte, die wegen einer Quarantäne-Anordnung zu Hause bleiben müssen, in den ersten sechs Wochen Anspruch auf Lohnersatz durch den Staat in voller Höhe, ab der siebten Woche noch in Höhe von 67 Prozent. Erst ab der siebten Woche müssen Arbeitnehmer die Entschädigung selbst beantragen. Ab dem 1. November gilt diese Regelung für nicht geimpfte Menschen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, nicht mehr, wenn sie als Kontaktpersonen von Corona-Infizierten oder als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet im Ausland in Quarantäne müssen und nicht zur Arbeit dürfen. Dies sei, "ein Zeichen, dass auch Ungeimpfte im Kampf gegen die Corona-Pandemie Verantwortung übernehmen müssen", argumentiert der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

Der Beschluss erntet auch Kritik. So äußert sich beispielsweise Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverband VdK, im ZDF-Morgenmagazin: „Ein Gesundheitssystem ist dafür da, dass Menschen, die dringend Ihr Einkommen zur Existenzsicherung brauchen, dann eben auch Geld haben. Und zwei Wochen kein Geld haben, das bedroht die Existenz gerade von ärmeren Menschen“.

Mit Material von ZDF, dpa und Reuters

Kommentare

0 Kommentare

  • Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Artikel.

Aktuelle Informationen zu Corona

Menschen mit Mund-Nase-Schutz in einer U-Bahn in Moskau.

Epidemiologe schlägt Alarm - Warum Russland Corona nicht im Griff hat 

Die Corona-Zahlen in Russland sind besorgniserregend: Mehr als 32.000 Menschen haben sich binnen eines Tages neu infiziert, fast Tausend sind gestorben. Epidemiologen warnen.

von Anastasia Klimovskaya, Moskau
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.