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Entscheidung bei der CDU

Wer wird neuer Vorsitzender?

Armin Laschet hat es geschafft: Auf dem digitalen CDU-Parteitag wurde er zum neuen Parteivorsitzenden gekürt. Ein ZDF-spezial begleitet den spannenden Parteitag mit den Reden der drei Kandidaten und ordnet das Ergebnis ein.

Videolänge:
124 min
Datum:
16.01.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.01.2022

Das ZDF spezial ordnet die Entscheidung ein - unter anderem im Gespräch mit Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte. Zugeschaltet ist außerdem CDU-Urgestein Bernhard Vogel, der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und später von Thüringen.

Sie können den CDU-Parteitag auch in einem unkommentierten Livestream bis zum Ende gegen 15 Uhr verfolgen.

Röttgen raus – Stichwahl um Vorsitz zwischen Laschet und Merz

Die Entscheidung über den künftigen CDU-Vorsitzenden fiel in einer Stichwahl zwischen Armin Laschet und Friedrich Merz: 521 der Delegierten votierten in einer Online-Abstimmung für Laschet. Sein Mitbewerber Friedrich Merz erhielt 466 Stimmen. Das offizielle Ergebnis soll am kommenden Freitag nach einer Briefwahl bekanntgegeben werden.

Im ersten Wahlgang um den Parteivorsitz bekam am Samstag keiner der drei Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit.

Der frühere Unionsfraktionschef Merz kam im ersten Wahlgang auf 385 Stimmen, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet erhielt 380 Stimmen. Aus dem Rennen ist damit der dritte Vorsitzkandidat Norbert Röttgen. Für den 224 der Delegierten stimmten.

Laschet setzt auf Verlässlichkeit und will die Gesellschaft einen

Armin Laschet hat den CDU-Parteitag mit seiner Bewerbungsrede für den Vorsitz eröffnet. Dabei warnte er vor einer weiteren Spaltung der Gesellschaft und betonte mit Blick auf die Entwicklungen in den USA die Bedeutung von Einheit und Vertrauen im Land.

Wir lassen uns unser Land von Rechtsterroristen und von geistigen Brandstiftern nicht kaputt machen.
Armin Laschet

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident fügte hinzu: "Wir müssen Klartext sprechen, aber nicht polarisieren." Stattdessen müsse man integrieren und die Gesellschaft wieder zusammenführen.

Für ihn gehöre demnach auch dazu, mit Menschen zu verhandeln, die "man vielleicht nicht mag". Es sei entscheidend für eine Partei der Mitte, immer nach Kompromissen zu suchen, sagte Laschet.

In seiner Rede für die Kandidatur des CDU-Vorsitzes hebt Laschet seine Verlässlichkeit hervor. Als Regierungschef müsse man "das Handwerkszeug einer Politik der Mitte beherrschen", so Laschet.

Ich bin vielleicht nicht der Mann der perfekten Inszenierung, aber ich bin Armin Laschet. Darauf können Sie sich verlassen.
Armin Laschet

Merz stellt sich deutlich gegen Rechtspopulismus und die AfD

Exfraktionschef Friedrich Merz schwört seine Partei mit Blick auf die nächste Bundestagswahl im Herbst bereits zu Beginn seiner Rede auf einen Sieg ein. Die Christdemokraten seien "fest entschlossen, diese nächste Bundesregierung auch wieder zu führen", betont Merz.

Inhaltlich stellt sich Merz, wie auch Laschet, klar gegen Rechtspopulismus. Gleichzeitig schloss er eine Zusammenarbeit mit der AfD aus, sollte er die Wahl um den Parteivorsitz für sich entscheiden:

Es wird mit mir keine Zusammenarbeit mit der AfD geben.
Friedrich Merz

Dies gelte für Landtage, den Bundestag und auch das Europäische Parlament, fügte Merz hinzu. Eine schwarz-grüne Bundesregierung könne er sich dagegen durchaus vorstellen, wie Merz durchblicken ließ.

Weiter räumt Merz mit Vorwürfen auf, er habe ein veraltetes Frauenbild. Wenn dem so wäre, hätten seine Töchter "schon längst die gelbe Karte gezeigt" und seine Frau ihn "vor 40 Jahren nicht geheiratet", erklärte der CDU-Politiker.

Röttgen setzt auf internen Zusammenhalt und Zukunftskompetenz

Norbert Röttgen stellt in seiner Bewerbungsrede für den CDU-Vorsitz die "Zukunftskompetenz" in den Mittelpunkt. Darum gehe es, sagte der Außenpolitiker auf dem virtuellen Parteitag der Christdemokraten, um "Orientierung, Führung, Ideen und den Willen zu gestalten".

Gleichzeitig betonte Röttgen die Notwendigkeit einer geeinten CDU. Er sei "kein Lager", erklärte der frühere Umweltminister. Stattdessen setze er auf Integration und positioniert sich damit ähnlich wie Armin Laschet. Röttgen machte deutlich: Nach der Wahl des Parteivorsitzenden sei der "Wettbewerb in der CDU beendet". Dann zähle nur noch der Wettbewerb mit anderen Parteien.

Zusammenhalt ist auch für uns das A und O.
Norbert Röttgen
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