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auslandsjournal stories: Das Geschäft mit dem Sex

Braucht es ein Prostitutions-Verbot?

von Sebastian Heemann

Während Sexarbeit in Deutschland noch immer legal ist, führen immer mehr Länder in der EU ein Verbot ein, stellen Sexkauf unter Strafe – jedenfalls für die Freier. Prostitution in Europa – Hilft ein Verbot?

Videolänge:
20 min
Datum:
01.06.2022
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.06.2024, von 22 bis 6 Uhr

Ist der konsequente Verbot von Sexarbeit die richtige Lösung? Länder, die das "schwedische Modell" (auch "nordisches Modell") etablieren oder bereits etabliert haben, sagen ja. Nachdem Schweden es 1999 zuerst eingeführt hat, folgen immer mehr EU-Länder. Ziel ist es, Zwangsprostitution und Menschenhandel zurückzudrängen und der Polizei mehr Möglichkeiten in der Strafverfolgung zu geben. Während die Sexworker*innen unbestraft bleiben und nach Möglichkeit leichter aussteigen können.

Doch Kritiker*innen argumentieren, das Verbot würde das Gegenteil bewirken: Sexworker*innen in die Anonymität und Illegalität drängen und Zwangsprostitution fördern, die nun völlig außerhalb staatlicher Kontrollmöglichkeiten existiert. Da die Forderungen nach dem "nordischen Modell" auch in Deutschland immer lauter werden, schauen wir nach Paris, wo das Gesetz bereits in Kraft getreten ist – und fragen uns: Was bedeutet so ein Modell in der Praxis?  Und wir tauchen ein in die Branche in Wien, die sich nicht erst nach Corona-Lockdown in Befürworter und Kritiker spaltet. Dabei favorisiert der Film weder das eine noch das andere Modell, sondern Reporter Sebastian Heemann hört denen zu, die es betrifft um ihre Standpunkte zu verstehen. Er taucht ein in die Welt der Sexworker*innen, die in dieser Branche leben und arbeiten. Sind sie vom Rand der Gesellschaft noch weiter verdrängt worden? Oder kann ein Gesetz sie in ihrer Selbstbestimmtheit fördern? Der Film will diese verborgene Welt sichtbar machen, sie verstehen und erleben.

"Ganz Paris träumt von der Liebe, denn dort ist sie ja zu Haus" sang einmal Catherina Valente. Paris galt schon immer als Stadt der Liebe – auch der käuflichen Liebe. Im 19. Jahrhundert war Paris mit seinen Edel-Bordellen und berüchtigten Grünanlagen
das wohl beliebteste Reiseziel von Sextouristen aus ganz Europa. Doch nach dem Zweiten
Weltkrieg wurden Bordelle verboten. Und seit 2016 existiert auch in Frankreich das "Nordische Modell"; unterstützt von schockierenden Kampagnen. Frankreich –unser Nachbarland, das uns in vielen politischen Fragen so nahesteht, hat einen gänzlich anderen Umgang mit dem Thema Prostitution gewählt – der auch hierzulande diskutiert wird. Höchste Zeit, einen Blick über die Grenze zu werfen.

Weiter östlich und vom Corona-Lockdown befeuert, spaltet die Diskussion um ein "Sexkauf-Verbot" in Österreich die Branche in zwei Lager. Während selbstständige Unternehmerinnen
wie Domina Julia ganz gut von Sexarbeit leben kann und die Selbstbestimmtheit der Frau hervorhebt, mahnen Befürworter*Innen eines Verbots, das "Geschäft der Prostitution" nicht zu verharmlosen. Initiativen wie "Stopp Sexkauf!" verweisen auf Menschenhandel, Ausbeutung und eine Spirale der Gewalt, die auch vor Minderjährigen keinen Halt mache.

"Auslandsjournal-Stories" - Reporter Sebastian Heemann nimmt uns mit in die Welt der käuflichen Liebe des 21. Jahrhunderts.

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