Das schwarze Gold der Anden

außendienst als Kaffee-Pflücker in Kolumbien

Politik | auslandsjournal - Das schwarze Gold der Anden

Der Kaffee aus Kolumbiens Hochland gilt als einer der besten der Welt. Die mühsame Erntearbeit erledigen die sogenannten Cafeteros. Benjamin Daniel hat sie einen Tag lang begleitet.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.01.2017, 22:50

Das beliebteste Getränk der Deutschen ist nicht Bier, sondern Kaffee. Für die „Cafeteros“, die Kaffeeanbauer in Kolumbien, ist der Kaffee noch viel mehr: eine Einkommensquelle und -eine Lebenseinstellung. außendienst-Reporter Benjamin Daniel hat Pflück-Profis im kolumbianischen Hochland einen Tag geholfen.

Volles Aroma – voller Genuss. Bis das schwarze Gold der Anden in den Tassen in aller Welt landet, hat es einen weiten Weg vor sich. Der wichtigste Schritt: die Ernte. Jeden Morgen machen sich die kolumbianischen „Cafeteros“ zu den Kaffeeplantagen im Hochland auf, um den schwarzen Schatz zu ernten. Bis zu 200 Kilogramm schafft ein geübter Pflücker pro Tag. Die Eintönigkeit des Pflückens jeder einzelnen Kirsche von Baum zu Baum wird mit guter Laune und Musik bekämpft. Die Kaffeepflücker sind stolz auf ihre Arbeit und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft und zur Identität Kolumbiens. In Kolumbien macht der Export des Kaffees circa 5% aus.


Aus dem Hochland in alle Welt

Kaffee ist nicht nur ein Genussmittel, sondern liegt nach Erdöl an zweiter Stelle der am meisten nachgefragten Rohstoffe weltweit. In den Anbaugebieten rund um die Südhalbkugel verteilt, bietet der Kaffeeanbau ungefähr 25 Millionen Menschen ein geregeltes Einkommen. Kolumbien ist einer der Topexporteure von Kaffee, besonders der beliebten Arabica-Kaffeebohnen. Im heißen kolumbianischen Hochland in der Nähe Manizales befindet sich das größte Kaffeeanbaugebiet Kolumbiens. Die Region ist auf Grund des äquatorialen Klimas rund um den Vulkan Nevado del Ruiz perfekt für den Kaffeeanbau geeignet. In dieser Klimaregion sieht man während der Ernte der Kaffeekirschen schon die nächsten Blüten aufblühen. Von der Blüte bis zur Frucht dauert es zwar neun Monate, trotzdem ist die Ernte der Kaffeekirschen das ganze Jahr möglich.


Ernte ist reine Handarbeit

Jede einzelne Kaffeekirsche wird per Hand gepflückt und in einem Korb gesammelt. Anstrengend ist das Pflücken vor allem für die Hände, nach kurzer Zeit werden die Finger taub. Die Kirschen füllen die Kaffeepflücker in 50kg-Säcke. Die Früchte werden gewogen, und dann helfen Maschinen bei der Weiterverarbeitung: Schälen, Fermentieren, Waschen, Trocknen, Sortieren und am Ende wird alles abgefüllt. Dann beginnt oft eine lange Reise in die ganze Welt.

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