Alles gut nach dem Euro-Gipfel?

Chat mit Sven-Christian Kindler

Euro-Land hat sich geeinigt - Griechenland bekommt einen Schuldenschnitt und die Banken müssen sich mit über 100 Milliarden Euro beteiligen. Ist das der Befreiungsschlag? Chatten Sie dazu mit dem Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler (Grüne).

Sven-Christian Kindler
Sven-Christian Kindler Quelle: Daniel George, cc-by-3.0

503 Bundestagsabgeordnete stimmten am Mittwoch dem fraktionsübergreifenden Antrag zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF zu. Mit der Kanzlermehrheit im Rücken reiste Angela Merkel nach Brüssel, um sich mit den Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone auf ein gemeinsames Vorgehen zu verständigen.

"Eurobonds notwendiges Instrument"

In den frühen Morgenstunden schließlich traten die Verhandler mit Ergebnissen vor die Presse. Griechenland bekommt einen 50-prozentigen Schuldenschnitt und die Geldinstitute müssen ihre Eigenkapitalquote auf neun Prozent als Risikopuffer erhöhen. Zudem soll die Schlagkraft des Euro-Rettungsschirms EFSF mit Hilfe eines Hebels auf eine Billion Euro ausgedehnt werden, um eine Ausweitung der Schuldenkrise zu verhindern.


Auch wenn die Grünen mit großer Mehrheit den Antrag der Koalition im Bundestag unterstützten, regt sich im Detail gegen das Wie Widerstand."Ich halte grundsätzlich die Hebelung des Rettungsschirms für notwendig, übe aber scharfe Kritik an dem neoliberalen Krisenmanagement der Bundesregierung", sagt Sven-Christian Kindler und fordert harte Finanzmarkt- und Bankenregulierungen. Nicht nur brauche es endlich eine Finanzmarkttransaktionssteuer, sondern auch sogenannte Eurobonds als "notwendiges Instrument, um den Euro-Währungsraum zu stabilisieren und Finanzmarktspekulationen zu verringern". Auch sei eine Vermögensabgabe für Millionäre nötig.

Stellen Sie Ihre Fragen!

Das Euro-Rettungsrad dreht sich also weiter. Ist wirklich ausgemacht, dass die nun verabredeten Maßnahmen ausreichen werden, um Griechenland aus der Schuldenkrise zu helfen? Wird nicht vielleicht doch Italien als nächstes an den Tropf müssen? Und werden die deutschen Garantieren in Höhe von 211 Milliarden Euro am Ende wirklich das letzte Wort sein? Chatten Sie dazu mit Sven-Christian Kindler, Haushaltspolitiker von Bündnis 90/Die Grünen, im "Berlin direkt"-Chat am Sonntag, dem 30. Oktober, ab 19.30 Uhr.

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