Aufstand im Nahen Osten?

Chat mit Prof. Udo Steinbach

Erst Tunesien, nun Ägypten - das Volk erhebt sich gegen seine Herrscher, fordert Freiheit und Beteiligung. Wie geht es weiter am Nil und welche Bedeutung hat es für die Region? Stellen Sie Ihre Fragen an den Nahost-Experten, Prof. Udo Steinbach.

Erst wenige Wochen ist es her, dass sich in Tunesien das Volk gegen seinen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali erhob. Nach tagelangen Protesten musste dieser schließlich das Land verlassen. Nun standen die Ägypter seit Tagen auf den Straßen und verlangten den Rücktritt von "Pharao" Husni Mubarak, der das Land seit 1981 im permanenten Ausnahmezustand regierte.

Streitkräfte sollen Geschäfte übernehmen

Vergangenen Donnerstag kündigte der Staatschef eine Ansprache an das Volk an und schürte damit die Hoffnung der protestierenden Massen, er würde sein Amt niederlegen. Die Rede kam, doch der Rücktritt blieb aus. Die Menschen auf den Straßen waren enttäuscht, Beobachter überrascht. "Ich war davon ausgegangen, dass er zurücktritt", erklärte der Nahost-Experte, Prof. Udo Steinbach, im ZDF. Vor allem auch, dass die Armee ihm nahelege, "wie die Dinge für ihn wirklich stehen".

Dann die Überraschung - Freitagnachmittag mitteleuropäischer Zeit kam die Bestätigung: Mubarak tritt doch zurück! Der ägyptische Vizepräsident Omar Suleiman kündigte an, die Streitkräfte sollen von nun an die Geschäfte des Landes in die Hand nehmen.

Stellen Sie Ihre Fragen!

Wie angespannt ist die Lage in Ägypten nach Mubaraks Rückzug? Welche Rolle kommt dem Militär am Ende zu? Wird Ägypten nun eine Demokratie? Und welche Auswirkungen haben die Entwicklungen in Tunesien und Ägypten auf andere Länder in der Region? Stellen Sie Ihre Fragen an den Nahost-Experten Prof. Udo Steinbach von der Universität Marburg, im "Berlin direkt"-Chat am Sonntag, dem 13. Februar, ab 19.30 Uhr.

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