Aufstieg mit Risiken und Nebenwirkungen?

Chat mit Gesine Agena

Die Grünen erreichen traumhafte Umfragewerte und stellen in Baden-Württemberg den ersten Ministerpräsidenten. Doch innerhalb der Partei stellt man sich längst die Frage: wollen wir Volkspartei sein? Chatten Sie mit Gesine Agena von der Grünen Jugend.

Seit Monaten verharren die Grünen im Umfragehoch. Im aktuellen ZDF-Politbarometer vom 27. Mai erreichen sie 22 Prozent und mit Renate Künast, Claudia Roth und Jürgen Trittin sind gleich drei Grüne unter den Top Ten der wichtigsten Politiker. 56 Prozent der Befragten glauben zudem, der Erfolg der Grünen werde weiter anhalten.

Grundlegend geändert

Die Zusammenarbeit von SPD und Grünen, jahrelang selbstverständlich Rot-Grün genannt, hat sich seit der Landtagswahl in Baden-Württemberg grundlegend geändert. Dort heißt es jetzt Grün-Rot, mit Winfried Kretschmann als erstem grünen Ministerpräsidenten an der Spitze. Schon geistern erste Gerüchte um einen möglichen grünen Kanzlerkandidaten durch das Regierungsviertel. Doch bislang weigert sich Joschka Fischer, zur Verfügung zu stehen.

Mit Kretschmann steht seit Fischer zum ersten Mal wieder eine starke Führungsfigur auf dem grünen Parkett, auf dem sonst sehr ausgewogen nach Flügeln und Geschlecht am liebsten in Paaren austariert wird - Cem Özdemir und Claudia Roth in der Partei, Renate Künast und Jürgen Trittin in der Fraktion. Doch bei der aufsteigenden Partei setzt Unruhe ein, die Frage nach der künftigen Strategie, vor allem auch im Hinblick auf die Energiewende, muss beantwortet werden.

Stellen Sie Ihre Fragen!

In einem internen Papier, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) zitiert, warnt Claudia Roth vor "vorauseilendem Inhalte-Gehorsam in der Hoffung auf einen bestimmten Koalitionspartner". Sie fordert: kein Abrücken von grünen Kernthemen und damit spricht sie den Parteilinken aus der Seele. Realos wie Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer fordern hingegen eine inhaltliche Öffnung. "Wir müssen die Chance nutzen, Volkspartei zu werden", sagte er der SZ.

Beim Thema Energiewende stehen die Grünen vor großen Herausforderungen. Als Reaktion auf die Katastrophe in Fukushima warfen sie die eigenen rot-grünen Atom-Ausstiegspläne über Bord und wollen nun die Bundesregierung bei ihrem Zeitplan noch überbieten. Doch die Frage nach der dafür benötigten Infrastruktur ist noch nicht beantwortet. Wie soll und kann das grüne Projekt also weitergehen? Stellen Sie Ihre Fragen an Gesine Agena, Sprecherin der Grünen Jugend, im "Berlin direkt"-Chat am Sonntag, dem 29. Mai, ab 19.30 Uhr.

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