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Abgeordnete beantworten Ihre Fragen zum Atomausstieg

700 Seiten Gesetzentwürfe und weniger als eine Woche Zeit: Die Abgeordneten des Bundestags haben im Moment viel zu tun. Sie müssen den Atomausstieg umsetzen. Berlindirekt.de begleitet fünf von ihnen dabei - jetzt können Sie mit ihnen chatten!


Am Montag sieht Eva Bulling-Schröter die schwarz-gelben Gesetzestexte zum ersten Mal: "Circa acht Zentimeter Papier", schreibt sie im berlindirekt.de-Blog zum Atomausstieg. Schon zwei Tage später muss sie die Texte gelesen haben. Denn dann gibt es die Anhörung zur Atomgesetznovelle. Bulling-Schröter ist sauer: "Die Koalition nimmt das Parlament nicht ernst", schreibt sie.


Eva Bulling-Schröter ist die Vorsitzende des Umweltausschusses. Gemeinsam mit vier anderen Abgeordneten hält sie fest, wie genau sie am Atomausstieg mitarbeitet. Sie dokumentieren jeden Schritt, den sie in Sachen Atomausstieg unternehmen: Eine Sitzung, ein Interview, ein Hintergrundgespräch - via Facebook und Twitter sind die Nutzer immer dabei.

Zwölf Stunden Anhörung


In dem Blog wird auch deutlich, wie viel Arbeit der Atomausstieg ist. Denn die Abgeordneten müssen auch den Ausbau der erneuerbaren Energien in Gesetzestexte gießen. Ein Planungsbeschleunigungsgesetz muss klären, wo und wie neue Kraftwerke und Speicher entstehen. Viel Arbeit - in kurzer Zeit."Unzumutbar", findet das der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Kelber. Er musste am Mittwoch nach zwölf Stunden Anhörung noch seine Rede für die Bundestagsdebatte vorbereiten. "Ich habe die große Befürchtung, dass Schwarz-Gelb jetzt wieder versucht, etwas durch den Bundestag durchzupeitschen", sagt auch der grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler.

Anderthalb Stunden für 350 Seiten

Sogar Sebastian Körber (FDP) ächzt ein wenig. "Habe gerade über 350 Seiten Papier auf dem Schreibtisch zur Energiewende und dafür anderthalb Stunden Zeit bis zur Fraktionssitzung", schreibt er am 6. Juni im berlindirekt.de-Blog. Die Debatte hält er aber für gut vorbereitet. Unter Druck gesetzt fühlt er sich nicht: "Die wesentlichen Eckpunkte sind ja schon vorher bekannt."

Einzig der CDU-Abgeordnete Peter Tauber scheint wenig gestresst: "Acht Gesetze werden auf den Weg gebracht", twittert er aus dem Bundestag. "Wir machen das und es wird gut." Erstaunliche Gelassenheit in turbulenten Zeiten. Denn auf die Frage, was er gerade in Sachen Energiewende mache, antwortet Tauber am Donnerstag: "Sorry, aber ich bin gerade bei der Griechenlandhilfe! Nicht minder spannend und noch wichtiger!"

Chatten Sie mit!

700 Seiten Gesetze zur Energiewende - und dann auch noch die Eurokrise. Was meinen Sie? Können die Abgeordneten so sinnvoll Politik machen? Oder sind sie überfordert? Chatten Sie dazu mit allen fünf Parlamentariern, die sich an unserem Liveblog zum Atomausstieg beteiligen. Am Sonntag ab 19.30 Uhr im Berlin direkt-Chat.

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