"Das Ziel ist, die Linke zu diffamieren"

Seit Jahren selbst Pächter eines Almhofes in Österreich, hat sich sich der Linken-Vorsitzende Klaus Ernst, der 2010 gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch an die Parteispitze gewählt wurde, für sein erstes Sommerinterview mit Thomas Walde die Ranhartalm in der beschaulichen Tiroler Gemeinde Ellmau ausgesucht.

"Ziel, die Linke zu diffamieren"

Angesichts von Vorwürfen aus den anderen Parteien, er habe widerrechtlich Reisen auf Kosten des Bundestages abgerechnet, gibt sich Ernst gelassen. "Ich war bei diesen Reisen auf Mandatsreisen unterwegs." Niemand werfe ihm vor, sich persönlich bereichert zu haben. "Es geht nur um die Frage, an welcher Stelle ich hätte abrechnen sollen und ich denke, dass sich das in Bälde erklären wird." Deshalb sei er auch "froh über die Ermittlungen" gegen ihn.

Angesprochen auf die Beobachtung einzelner Abgeordneter der Linken durch den Bundesverfassungsschutz beklagt er, es könne nicht sein, dass "eine ganze Partei und Führungspersonen in einer Partei automatisch unter Generalverdacht gestellt werden", ohne gegen diese Personen oder die Partei konkrete Punkte vorzubringen. "Das Ziel dieser Aktion ist, die Linke zu diffamieren."

Notfalls "gesellschaftlich eingreifen"

Das Thema Bankenverstaatlichung hat für den Linken-Vorsitzenden nicht an Aktualität verloren. Die Banken sollten ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen, nämlich "die Realwirtschaft mit Krediten zu versorgen", sagt er. Täten sie das jedoch nicht, "müssen wir gesellschaftlich eingreifen, um die Wirtschaft insgesamt am Laufen zu halten".

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