Frank Buchwald

Wirtschaftsexperte, Brasilienkenner und nachhaltig beeindruckt von einem Treffen mit Mick Jagger.

In der Hauptstadtredaktion seit...

In der Hauptstadtredaktion seit 2004; davor sieben Jahre Leiter des ZDF Südamerikastudios in Rio de Janeiro (1996 – 2003) fünf Jahre Sonderkorrespondent im ‚heute journal’ (1992 – 1996)  sechs Jahre Chef vom Dienst und Nachrichtenmoderator beim ‚Südwestfunk’ (1986-1991).

Zuständig für...

Wirtschafts- und Finanzfragen, Aussenpolitik

Parlamentsberichterstattung ist alles andere als langweilig...

Weil es – neben dem täglichen politischen Nahkampf und der taktischen Rafinesse immer um die Frage geht: Was tun Politiker im Namen und mit dem Geld der Bürger. Es kommt deshalb darauf an, genau hinzusehen; über politisches Handeln zu berichten, aber auch einzuordnen, zu analysieren, zu erklären und manchmal auch zu bewerten. Vor allem aber müssen wir Politikern stellvertretend für Staatsbürger - unsere Zuschauer -  die richtigen Fragen stellen. Das ist manchmal wie die Raubtiernummer im Löwenkäfig – nur weiss man leider nie so ganz genau, wer eigentlich die Peitsche hat.

Größte tägliche Herausforderung im Hauptstadtstudio...

Die größte Herausforderung ist das Ausbalancieren von Nähe und Distanz. Es kommt darauf an, Politikern nah genug zu sein, um Bescheid zu wissen und zugeich genügend Distanz zu wahren, um die eigene Unabhängigkeit zu schützen. Ein täglicher Drahtseilakt. Dazu gehört das Wissen, dass Umarmungsversuche im politischen Berlin nicht selten so kräftig geraten, dass den umarmten Journalisten am Ende die Luft wegbleibt.

Interessantestes politisches Ereignis über das ich berichtet habe...

Noch immer der Fall der Berliner Mauer und die demokratischen Revolutionen im Jahre 1989 bis zum Ende der Sowjetunion, damals noch beim Südwestfunk in der Nachrichtenredaktion. Später dann, als Korrespondent des ZDF, wurde ich Augenzeuge einiger historischer Einschnitte: Die Hungerkatastrophe von Somalia 1992, der Bürgerkrieg im auseinanderbrechenden Jugoslawien, die Feiern zum 50. Jahrestag des D-Day 1994 in England, das 126-tägige Geiseldrama in der Residenz des japanischen Botschafters in Lima, das Ende der Ära Pinochet in Chile, der Beginn der Präsidentschaft von Luís Inácio Lula da Silva in Brasilien, der Kampf um die Arbeitsmarktreformen der Regierung Schröder, die Kanzlerschaft Angela Merkels sowie die Finanz- und Schuldenkrise seit 2007. In Erinnerung bleiben auch Menschen, denen man begegnet ist: Von Nelson Mandela bis Mick Jagger, von Nadine Gordimer bis Lula, von Oscar Niemayer bis Angela Merkel. Friedensnobelpreisträger waren darunter, aber auch Gestalten im Zwielicht: Augusto Pinochet etwa, Margot Honecker oder afrikanische Warlords.

Interessantestes politisches Ereignis über das ich berichten möchte…

Warten wir’s mal ab: Man weiß ja nie, was im nächsten Augenblick geschieht.

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