Grüne reden sich die Urwahl schön

Mit wem die Grünen bei der Wahl 2013 antreten werden, entscheiden sie in einer Urwahl. In Berlin reden sie sich das Verfahren schön - nach dem Motto: Jetzt haben wir den Salat, lasst uns zumindest das Beste draus machen. Was finden Sie: Wer sollte? Wer sollte nicht? Reden Sie mit - im Chat!

Eines steht jetzt schon fest: Einen Generationswechsel wird es nicht geben. Der 58-jährige Trittin, die 57-jährige Roth und die 56-jährige Künast repräsentieren alle noch die Gründergeneration der 1980 gebildeten Partei. Die 46-jährige Thüringerin Katrin Göring-Eckardt gründete 1989 in der DDR-Endphase das damalige Bündnis 90 mit. Als gesetzt aus der Bewerberriege galt ursprünglich Trittin. Der Parteilinke ist längst auch einer bürgerlichen Klientel vermittelbar.

Trittin, der Staatsmann. Roth - zu schrill?

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) lobte kürzlich Trittins "staatsmännischen Habitus". Die kämpferische Parteilinke Roth ist vielen zu schrill, sie selbst wirbt für sich mit ihrem "klaren Profil". Künast, die parteiintern dem Realo-Flügel zugeordnet wird, gilt seit ihrer Wahlniederlage 2010 in Berlin als geschwächt. "Ich stehe hier an Erfahrung reicher und hoch motiviert", tritt sie in ihrem Bewerbungsschreiben solchen Bedenken entgegen.

Göring-Eckardt wird trotz anderslautender Beteuerungen das Image einer Verfechterin von Schwarz-Grün nicht los und ist einigen Grünen auch wegen ihres kirchlichen Engagements suspekt. Ausgerechnet die vermeintlich konservativste der vier prominenteren Bewerber war die einzige, die den basisdemokratischen Gedanken eines Spitzenteams aufgriff. Eine Urwahl bezeichnete sie als Verlängerung der Selbstbeschäftigung.

Chatten Sie mit Ralf Fücks

Was meinen Sie? Wer sollte das Rennen machen? Und wird die Partei mit einer Urwahl nicht zwangsläufig auch Verlierer produzieren? Diskutieren Sie diese Frage mit Ralf Fücks, Leiter der Grünen-nahen Heinrich Böll-Stiftung. Die Diskussion bei Twitter führen wir mit dem Hashtag #berlindirekt - ab 19.30 Uhr im Anschluss an die erste Sendung nach der Sommerpause.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet