Piraten: Angst vor dem Aufstieg?

Chat mit dem NRW-Spitzenkandidaten Paul

Acht Prozent im ZDF-Politbarometer: Die Piraten dürften den Einzug in den NRW-Landtag schaffen. Und dann? Hat die Partei genügend gute Kandidaten? Und haben die Piraten Angst vor dem rasanten Aufstieg? Fragen Sie NRW-Spitzenkandidat Joachim Paul.

Bild zeigt den NRW-Piraten Joachim Paul
Bild zeigt den NRW-Piraten Joachim Paul Quelle: imago


Führende Piraten zeigen sich aufgrund der guten Umfragewerte für ihre Partei besorgt. "Ich finde den Hype ein wenig verstörend", sagt der Berliner Pirat Stephan Urbach, der angedeutet hat, sich 2013 um ein Bundestagsmandat bewerben zu wollen. "Ich hätte nicht gedacht, dass das Parteiensystem so am Ende Ende ist, dass nun so viele Menschen ihre Hoffnungen auf Partizipation in die Piraten legen."

Weisband: "Habe keine Angst"

Sollten die Piraten bei der nächsten Bundestagswahl tatsächlich zehn bis 13 Prozent erhalten, könnten sie Schätzungen zufolge etwa 70 Abgeordnete nach Berlin entsenden. "Gute Umfragewerte sind eine Herausforderung", so die politische Geschäftsführerin der Piraraten, Marina Weisband, zum Thema Erwartungsdruck. "Ich habe keine Angst, aber sehr viel Respekt vor der Aufgabe", sagt sie im Gespräch mit heute.de.

Politbarometer: Piraten holen in NRW aufAuch die Piraten in Düsseldorf können aktuell damit rechnen, etwa 20 Abgeordnete in den Landtag schicken zu können. Auch innerhalb der Partei wird derzeit diskutiert, ob die Piraten damit eine Art Infrastruktur bieten, mit der man ohne viel Aufwand in Parlamente einziehen kann. Auch Kandidaten mit rechter Vergangenheit könnten darunter sein.

Lauer sieht "gute Leute" in NRW

Für NRW sieht der Berliner Pirat Christopher Lauer, der ursprünglich aus Bonn kommt, diese Gefahr nicht. "Die ersten zwanzig Kandidaten auf der Landesliste sind allesamt gute Leute, die schon seit mindestens 2010 in der Partei sind." Prinzipiell könne er aber nicht ausschließen, dass sich Neumitglieder mit zweifelhafter politischer Vergangenheit um Mandate bewerben.


"Man muss uns da auch die Chance geben, grandios zu scheitern", so Lauer. "Nicht, dass ich mir das wünsche, aber ausschließen kann ich das nicht." Ansonsten wünsche er sich angesichts guter Umfragewerte für die Piraten eine Auseinandersetzung mit den Konzepten der Partei, etwa mit dem des fahrscheinlosen ÖPNV.

Chat mit NRW-Spitzenkandidat

Was ist Ihre Meinung? Nervt Sie der Hype um die Piraten? Und ist die Partei auf den möglichen Erfolg eigentlich vorbereitet? Diskutieren Sie diese und andere Fragen mit Joachim Paul, dem Spitzenkandidaten der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen. Er beantwortet Ihre Fragen mit dem Hashtag #berlindirekt am Sonntag ab 19.30 Uhr bei Twitter und im Berlin direkt-Chat.

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